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Iran hält großangelegtes Seemanöver ab und zeigt neue Kriegsschiffe

Von Euronews mit dpa
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Iran hält großangelegtes Seemanöver ab und zeigt neue Kriegsschiffe
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Der Iran hat im Persischen Golf und im Golf von Oman ein großangelegtes, zweitägiges Seemanöver begonnen. Mit dabei auch ein neuer Hubschrauberträger sowie das neue Raketenschiff "Zereh".

Die Schiffe sollen dem Iran mehr Schutz gegen mögliche Angriffe der USA bieten, heißt es. Eine Bedrohung für andere Länder der Region seien die Manöver nicht, versicherte die Führung in Teheran, es gehe lediglich um Verteidigung.

Das sehen der Westen, aber auch die arabischen Golfstaaten anders. Sie fühlen sich von Irans Militär- und Atomprogramm bedroht. Schon in den vergangenen Wochen hatte das iranische Militär mit mehreren Manövern Präsenz gezeigt.

Unter der Regierung Trump waren die Spannungen zwischen Iran und speziell den USA wieder gestiegen. Am Dienstag warf US-Außenminister Teheran vor, Verbindungen zu Al-Kaida zu haben.

Seit 2015 erlaube Teheran der Terrororganisation, den Iran als Basis zu nutzen, um Aufgaben zu erledigen, die zuvor aus Afghanistan und Pakistan getätigt worden seien, sagte Pompeo. Aus dem Iran seien "Genehmigungen für Angriffe, Propaganda und das Einwerben von Geldern" betrieben worden.

Teheran habe Al-Kaida zudem erlaubt, im Iran ein neues "Hauptquartier" zu errichten, so Pompeo. "Iran ist in der Tat für Al Kaida das neue Afghanistan", sagte der Minister bei einer Rede in Washington. "Teheran gibt den ranghohen Anführern der Terrorgruppe einen Zufluchtsort, während sie Angriffe gegen Amerika und unsere Verbündeten planen", sagte Pompeo.

Die "Achse Iran-Al-Kaida" sei eine große Bedrohung für die USA, die "besiegt" werden müsse, forderte er. Pompeo kündigte daher neue Sanktionen gegen angeblich im Iran ansässige mutmaßliche Anführer von Al-Kaida an.

Irans Außenminister Dschawad Sarif wies Pompeos Anschuldigungen umgehend über Twitter zurück. "Niemand lässt sich davon täuschen", schrieb Sarif. Alle Attentäter der Anschläge vom 11. September seien aus Pompeos "Lieblingsländern" des Nahen Ostens gekommen - offenbar eine Anspielung auf Saudi-Arabien. Keiner sei aus dem Iran gekommen.

Die US-Regierung wirft der schiitischen Führung in Teheran seit langem vor, schiitische Milizen im Nahen Osten zu unterstützen, etwa im Libanon und im Irak. Washington hatte dem Iran aber bislang nicht so deutlich vorgeworfen, auch Gruppen sunnitischer Extremisten zu unterstützen.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump und Außenminister Pompeo machten die Eindämmung des von ihnen als feindlich betrachteten Irans zur Chefsache. Sie erhöhten durch die Aufkündigung des Atomabkommens und Sanktionen stetig den Druck.