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RKI: 15.974 Corona-Neuinfektionen - Lockdown bis 14. Februar verlängert

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Von Euronews mit dpa
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Angela Merkel
Angela Merkel   -   Copyright  AFP / Hannibal Hanschke

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut Mittwochmorgen 15.974 Corona-Neuinfektionen und 1.148 neue Todesfälle gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten, dier an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, auf 48.770.

Bund und Länder einigten sich Dienstagabend nach über achtstündigen zähen Verhandlungen auf eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen und auf eine Verlängerung des Lockdowns.

Die eigentlich bis Ende Januar befristete Regelung soll bis zum 14. Februar fortgesetzt werden. Damit bleiben etwa die Gastronomie, Freizeiteinrichtungen sowie der Einzelhandel geschlossen. Ausnahmen gelten weiterhin zum Beispiel für Supermärkte.

Verschärfung der Maskenpflicht

Außerdem gilt eine verbindliche Pflicht zu Nutzung medizinischer Masken im öffentlichen Nahverkehr und Geschäften. So müssen künftig OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen der Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden. Normale Alltagsmasken sind dort dann nicht mehr zugelassen.

Ebenfalls zur Debatte stand die Einführung verbindlicher Homeoffice-Vorgaben. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice überall dort ermöglichen, wo das möglich ist. Dies gilt bis zum 15. März.

Dazu soll das Bundesarbeitsministerium eine Verordnung erlassen. Durch mehr Homeoffice würden Kontakte am Arbeitsort, aber auch auf dem Weg zur Arbeit reduziert, so die Argumentation. Im Beschlusspapier werden die Beschäftigten zudem gebeten, das Angebot auch zu nutzen.

Auch Schulen bleiben bis 14.2. dicht

Hart gestritten wurde um eine weitere Schließung der Schulen. Die Auswirkungen seien hart für die Familien, sagt die Kanzlerin. Aber das mutierte Virus verbreite sich auch unter Kindern und Jugendlichen schneller. Deswegen müsste der Lockdown für Schulen bis zum 14. Februar verlängert, bzw.die Präsenzpflicht ausgesetzt werden. In Kindertagesstätten werde analog verfahren.

"Wir müssen jetzt handeln", sagte Merkel am Dienstagabend nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Es sei nun noch Zeit, der Gefahr vorzubeugen. Sonst könnten die Zahlen stark steigen.

Zwar zeigten die harten Einschnitte Wirkung, sagte Merkel. Diesen Bemühungen drohe aber "ernsthafte Gefahr", die man heute klarer sehe. Merkel verwies auf die Mutation des Virus, die vor allem in Großbritannien und Irland aufgetaucht sei. Bisherige Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass dieses mutierte Virus sehr viel ansteckender sei. In Deutschland seien bereits einzelne Fälle bekannt.