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Amtsantritt von Biden ohne Publikum: "Ein fast unheimlicher Anblick"

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Von Philip Crowther
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Philip Crowther bei der Amtseinführung von Joe Biden in Washington
Philip Crowther bei der Amtseinführung von Joe Biden in Washington   -   Copyright  Euronews Screenshot
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Für Euronews war Philip Crowther beim Machtwechsel in Washington mit dabei. So hat er den historischen Tag erlebt:

"Die Amtseinführung von Joe Biden mag im Fernsehen ausgesehen haben wie alle anderen. Aber sie war doch ganz anders. Als der Präsident hier im US-Kapitol seinen Amtseid ablegte und seine Antrittsrede hielt, sah er einige Tausend Menschen vor sich, normalerweise verfolgen Hunderttausende die Amtsübergabe in den Vereinigten Staaten. Die National Mall vor ihm war leer. Dort sah man an diesem Tag 200.000 Flaggen, die die Amerikaner repräsentierten, die gebeten wurden, wegen der Corona-Pandemie und der strengsten Sicherheitsma¯ßnahmen nicht nach Washington zu kommen. Tatsächlich sah Joe Biden mehr Nationalgarde-Truppen als normale amerikanische Staatsbürger vor sich.

Es war doch ein fast unheimlicher Anblick ebenso wie dieser Gedanke, dass vor zwei Wochen eine gewalttätige Gruppe von Trump-Anhängern denselben Platz übernommen hatte, auf dem Joe Biden Präsident der Vereinigten Staaten wurde.

Sein Vorgänger war in Florida, nachdem Donald Trump beschlossen hatte sich fernzuhalten. Seine Abwesenheit war eine Erinnerung an die tiefen politischen Divisionen, die Biden jetzt heilen will.

Seine Antrittsrede forderte Einheit: die einfachste, aber auch die schwierigste Aufgabe, die auf den 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten wartet. Biden sprach ausführlich über die Spaltungen in Amerika, zeichnete aber dennoch ein optimistisches Bild der Zukunft Amerikas. Die Gedenkminute, die er forderte, um sich an die Opfer der Pandemie zu erinnern, war auch eine Erinnerung an die bevorstehenden Herausforderungen."