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Österreich lockert den Lockdown vorsichtig und verschärft Einreisebedingungen

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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien.
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien.   -   Copyright  Ronald Zak/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Ab dem 8. Februar wird wieder geöffnet

Lockerungen auf der einen Seite, Verschärfungen auf der anderen: Österreich richtet seine Corona-Maßnahmen neu aus. Ab dem 8. Februar dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, Friseure wieder Haare schneiden, Museen und Tierparks Besucher empfangen.

Gleichzeitig bleibt die FFP2-Maskenpflicht im Handel bestehen, bei körpernahen Dienstleistungen ist ein Corona-Test notwendig, außerdem sollen Maskenmuffel und diejenigen, die keinen Abstand halten, härter bestraft werden.

Es gibt das Bedürfnis der Kinder, wieder in die Schule zu gehen.
Sebastian Kurz
Österreichs Bundeskanzler

Kanzler Sebastian Kurz sagte, ein harter Lockdown wäre zwar der sicherste Weg gegen Corona, aber "es gibt auch das Bedürfnis der Kinder, wieder in die Schule zu gehen, es gibt die Notwendigkeit, alles zu tun, um die Arbeitslosigkeit so gering wie möglich zu halten, und es gibt soziale und psychische Aspekte, die auch mit einfließen müssen."

Verschärfung bei Einreise

Und so werden die Schulen nach den Semesterferien wieder in den Präsenzunterricht gehen, teilweise in einem Schichtsystem und mit Corona-Tests.

Verschärft werden die Einreiseregeln. Damit soll vor allem die Verbreitung ansteckenderer Mutationen verhindert oder wenigstens verzögert werden. Pendler müssen nun an der Grenze nach den Worten von Gesundheitsminister Rudolf Anschober einmal in der Woche Corona-Tests vorweisen.

Ziel noch nicht erreicht

Ziel der Regierung sind 700 Neuinfektionen am Tag. Aktuell sind es 1300. Trotzdem wird gelockert. Allerdings machte Kurz auch eines klar: Ein Zeichen für Entwarnung sind die Lockerungen nicht. Wenn die Zahlen wieder steigen, werden auch die Maßnahmen wieder verschärft.

Die Opposition hat unterschiedliche Ansichten zum Konzept der Regierung. "Das Gesundheitssystem steht nicht vor dem Kollaps", erinnerte die Chefin der liberalen Neos, Beate Meinl-Reisinger, an die zentrale Begründung für einen Lockdown.

Die rechte FPÖ forderte die Öffnung auch der Lokale und einen ausdrücklichen Verzicht auf einen weiteren Lockdown auch bei erneut steigenden Infektionszahlen. Die SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner warnte vor einer dritten Welle, wenn man weit über die Schulen hinaus öffne.