Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Cannabis im Covid-19-Höhenrausch - CBD-Verkaufszahlen steigen im Lockdown

euronews_icons_loading
Cannabis im Covid-19-Höhenrausch - CBD-Verkaufszahlen steigen im Lockdown
Copyright  Thomas Peipert/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Ein Laden in der französischen Hauptstadt Paris. Ein Kunde hat gerade Cannabidiol, kurz CBD, gekauft - und das ganz legal. Das nicht psychoaktive CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen. In Zeiten der Pandemie wollen immer mehr Menschen vom entspannenden Effekt der Substanz profitieren.

Gegen Schmerzen, zur Entspannung

Auch Thomas Leclair hat in dem kleinen Laden eingekauft:

"Ich hatte bereits etwas gekauft und ich finde, dass mich das beruhigt. Gut ist , dass ich es nicht rauchen muss, ich trinke es als Tee. Man kann es auch als Öl kaufen und unter die Zunge träufeln. Meine Mitbewohnerin sagt, dass es ihr gegen Regelschmerzen geholfen hat."

In Frankreich haben seit Beginn der Covid-19-Pandemie immer mehr dieser Läden ihre Türen geöffnet. Auch die Verkaufszahlen steigen. Sie bieten CBD in unterschiedlichen Formen an.

CBD als Alternative zu Alkohol und THC

Julie T'joen ist Verkäuferin in einem der Pariser Shops.

"Unsere KundInnen sind junge Menschen, die sich vom Cannabis entwöhnen wollen oder die nicht mehr trinken wollen - und Menschen, die im Homeoffice weiter rauchen möchten, ohne die psychoaktiven Effekte des THC (Tetrahydrocannabinol)... Damit der Verkauf legal bleibt, muss der Anteil des THC in unseren Produkten unter 0,2 Prozent liegen. Jenseits davon ist es verboten."

Die angebotenen Produkte, Tees zum Beispiel, sind in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen zu haben. Einer davon, so die Verkäuferin, rieche eindeutig nach Kaugummi.

In Deutschland informiert die Verbraucherzentrale, dass CBD-haltige Produkte nicht als Lebensmittel zugelassen sind (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit). CBD-Produkte werden aber etwa als Armaöle verkauft.