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Der isländische Weg: Fitnessstudios und Kneipen sind wieder auf

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Fitnessstudio mit Blick
Fitnessstudio mit Blick   -   Copyright  AFP
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Mit Neid geht der Blick vieler Europäer:innen in diesen Tagen nach Island. Dort ist vieles wieder möglich, zum Beispiel unbeschwert im Thermalbad zu entspannen.

Die abgeschiedene Lage im Nordatlantik kommt dem Inselstaat in der Coronakrise zugute. Island hat die derzeit niedrigste Covid-Inzidenzrate Europas und kann sich Lockerungen erlauben.

"Ich bin sehr glücklich, weil ich fast jeden Tag mit meiner Familie ins Schwimmbad gehe", sagt eine glückliche Schwimmerin. "Es ist ein solcher Luxus, hierher kommen zu können. Ich glaube, am ersten Tag nach der Wiedereröffnung sind wir fünf Stunden geblieben."

Bereitschaft der Bevölkerung

Wegen sinkender Infektionszahlen können die Isländer:innen seit vergangenem Montag wieder individuell im Fitnessstudio trainieren. Es gelten jedoch strenge Abstands- und Hygienevorschriften.

Auch Kneipen und Diskotheken sind wieder in Betrieb, müssen aber ebenso wie Restaurants und Cafés um 22.00 Uhr schließen. Gäste dürfen nur am Tisch bedient werden.

Die Gründe für den Erfolg der isländischen Coronapolitik sind vielfältig, erklärt Zivilschutzleiter Vidir Reynisson. "Da ist erstens die Bereitschaft der Bevölkerung, sich an alle Einschränkungen zu halten. Das klappt ganz gut. Ein zweiter Grund ist natürlich die Stärke unseres Gesundheitssystems und die systematische Kontaktverfolgung in der Kombination mit einer genauen Analyse all der positiv getesteten Fälle."

Ein weiterer Grund sind strikte Kontrollen und PCR-Tests bei der Einreise. Das 365.000 Einwohnerland hat bislang knapp über 6.000 Covid-Infektionen und 29 Todesfälle registriert. Rund vier Prozent der Bevölkerung wurden bereits geimpft,