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Freibäder: Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko?

Ein Freibad im französischen Lyon
Ein Freibad im französischen Lyon   -   Copyright  Laurent Cipriani/ Associated Press
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Sommerzeit ist Freibadzeit und nicht nur in Deutschland haben die Bäder wieder geöffnet. Auch in Frankreich, Italien und Spanien können die Menschen wieder in öffentlichen Schwimmbädern Bahnen ziehen und planschen. Aber wie steht es mit dem Ansteckungsrisiko im Wasser?

Viele ExpertInnen, die Weltgesundheitsorganisation und auch das deutsche Umweltbundesamt geben Entwarnung: Wer sich das Wasser mit anderen teilt, setzt sich nicht einer erhöhten Gefahr aus, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken. Grund sei die Verdünnung im Wasser, so zum Beispiel das Umweltbundesamt. Auch Schwimmen im See sei somit ungefährlich.

In Freibädern, wo das Wasser ausgetauscht mit Chlor aufbereitet werde, sei die Gefahr noch geringer, so auch das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten. Es weist aber auch daraufhin, dass es noch keine Untersuchungen zur Überlebensfähigkeit des Virus' im Wasser gebe.

Abstandsregel sollte auch im Wasser eingehalten werden

Alle Institutionen weisen jedoch daraufhin, dass im Wasser, am Beckenrand oder Strand auch das gilt, was inzwischen überall Regel sein sollte: Mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Dies gelte umsomehr, da man im Wasser ja keine Maske tragen könne, so die deutsche Regierung. In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden fürs Becken folgende Regel ausgegeben: EinE SchwimmerIn pro Quadratmeter.

Erprobte FreibadgängerInnen werden die Erfahrung schon gemacht haben: Auch in Schwimmbädern gilt Sicherheit vor Spontanität. Die Badeanstalten reglementieren den Zugang. Man muss sich vorher anmelden und bekommt einen bestimmten Zeitraum vorgegeben, um die Zahl der Menschen im Wasser kontrollieren zu können. Hier zum Beispiel die Vorgaben in Kehl:

Erfreulicher Nebeneffekt: Umkleideräume und Duschen sind sehr sauber

Am Beckenrand und in den Umkleidekabinen werden die BesucherInnen in bestimmte Richtungen geleitet, damit sie sich möglichst wenig begegnen. Erfreulicher Nebeneffekt der Corona-Krise: Die Umkleideräume und Duschen werden regelmäßig desinfiziert und sind deswegen meistens schön sauber.

Wer es schon probiert hat, wird gemerkt haben, dass die Abstandsregeln auch im Freibad trotz begrenzter Schwimmerzahl schwer einzuhalten sind. Das Bad im bayerischen Straubing hat sich deswegen offenbar ein besonderes System überlegt, wie diese Schwimmerin twitterte: