Masken: Atemschutz statt Karneval

Masken: Atemschutz statt Karneval
Copyright ERIC LALMAND / BELGA / AFP
Von su mit AP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Der Karneval von Binche (Belgien) ist ein höchst populäres "Immaterielles Kulturerbe" (UNESCO). Die Leute in Binche trauern um ein weiteres Opfer der Pandemie

WERBUNG

Die Pandemie macht einem der ältesten Straßenkarnevals Europas einen Strich durch die Rechnung. In Binche in Belgien ziehen sie seit 600 Jahren in dieser Jahreszeit durch die Stadt – normalerweise sind Tausende von Fans dabei, wenn in den drei Tagen vor der Fastenzeit die typischen Gilles-Figuren mit grünen Brillen und dünnen Schnurrbärten zum Klang von Trompeten und Klarinetten durch die Stadt tanzen.

Die – unfreiwillig höchst aktuelle – Geschichte dahinter: Der erste Gille (Narr) soll sich vor 200 Jahren so gegen das VERBOT des Maskentragens durch die Obrigkeit gewehrt haben….

Daniel Pourbaix, ein Karnevalist aus Binche:

“Genau besehen ist der Karneval in Binche ein sehr volksnaher Karneval. Das macht ihn so besonders. Alle Einwohner von Binche füllen ihn mit Leben und machen beim Karneval mit. Und wenn er ausfällt, sind alle traurig.”

Bleiben ein Haufen Masken und Erinnerungen....

Der Karneval von Binche ist das bekannteste Ereignis der Stadt. Er wurde 2003 von der UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit (seit 2008 Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit) aufgenommen. Er ähnelt der alemannischen Fasnacht. Der erste Umzug fand 1395 statt.

…....und Hoffnungen in Binche: Auf Gilles-Masken statt Atemschutz.

su mit AP

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Helau und Alaaf ohne Corona-Einschränkungen: ausgelassener Karnevalsauftakt

Krankenschwestern, Pfleger, Sozialarbeiter - Proteste in Belgien

Suche nach einer koordinierten Antwort: In Brüssel wachsen die Sorgen um Chinas Coronawelle