Südafrika-Variante macht nervös: EU beginnt "Bio-Verteidigungsprogramm"

Vorbereitung auf die Corona-Impfung in einer Straßburger Klinik in der vergangenen Woche. Im nahen Département Moselle grassiert die Südafrika-Variante
Vorbereitung auf die Corona-Impfung in einer Straßburger Klinik in der vergangenen Woche. Im nahen Département Moselle grassiert die Südafrika-Variante Copyright Jean-Francois Badias/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Von Euronews mit AP
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Die EU-Kommission will noch in dieser Woche ein "Bio-Verteidigungsprogramm" starten, um sich besser gegen Varianten des Coronavirus zu wappnen. Hintergrund ist wohl auch ein Anstieg der Südafrika-Mutation im Département Moselle, das an Deutschland grenzt.

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In dem an Deutschland grenzenden französischen Département Moselle breitet sich die gefürchtete südafrikanische Variante des Coronavirus aus.

Französische Behörden berichten von rund hundert Diagnosen pro Tag und beschleunigen deshalb die Auslieferung von Impfstoff, um der Bedrohung zu begegnen.

Der Rentner Gérard Mehl sagte in einem Impfzentrum des Départements Moselle: "Ich bin gerade geimpft worden, mir geht es gut, aber wenn man diese Geschichte der Varianten hört, ist es trotzdem ziemlich unglaublich. Und es gab ein bisschen Zweifel."

EU: "Früh in Kontakt treten"

Anderenorts in Europa werden diese Entwicklungen mit zunehmender Nervosität beobachtet. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca, dessen Verabreichung in Griechenland begonnen hat, hat eine stark verminderte Wirksamkeit gegen die südafrikanische Variante. Die EU-Kommission sagt, sie bereite sich auf alle Eventualitäten vor.

Maroš Šefčovič ist Vizepräsident der Europäischen Kommission: "Wir möchten den Zulassungsprozess für die Anpassung der Impfstoffe an die neuen Varianten beschleunigen. Dazu wollen wir frühzeitig mit den Herstellern und der wissenschaftlichen Gemeinschaft in Kontakt treten, um sicherzustellen, dass, wenn einige Booster oder Anpassungen der Impfstoffe erforderlich sind, dies sehr schnell geschieht."

Die Kommission kündigte an, noch in dieser Woche ein "Bio-Verteidigungsprogramm" ins Leben zu rufen.

In der Zwischenzeit setzen Gesundheitsbehörden in Europa die Verteilung der aktuellen Generation von Impfstoffen fort, in der Hoffnung, dass sie sich als effizient genug erweisen, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.

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