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Ein satanischer Song? Streit um Zyperns ESC-Beitrag"El Diablo"

Von Euronews mit DPA
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Elena Tsagrinou, "El Diablo"
Elena Tsagrinou, "El Diablo"   -   Copyright  EBU / PANIKRECORDS / PANOS GIANNAKOPOULOS
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Kein Eurovision Song Contest ohne einen handfesten Skandal. Diesmal ist Zypern das Sorgenkind. Dort erhitzt der diesjährige Beitrag "El Diablo" die Gemüter.

Religiöse Gegner wittern Teufelsverehrung - und machten ihrem Unmut am Samstag in der Hauptstadt Nikosia vor der Zentrale des zyprischen Staatssenders RIK Luft - mit Slogans wie "Friedlich Nein zu El Diablo" oder "Zypern liebt Christus".

Nicht unter zyprischer Flagge

Ihre Forderung: Nicht unter zyprischer Flagge! Würde der Song unter einer anderen Fahne antreten, hätte niemand das Recht, sich einzumischen, sagt dieser Demonstrant. Die Flagge Zyperns repräsentiere seine Familie, seinen Großvater, der Priester sei, seine Großmutter und zweitausend Jahre Geschichte.

Beim staatlichen Rundfunksender gingen anonyme Drohanrufe ein, eine Online-Petition gegen den Song erzielte fast 19 000 Unterschriften.

Mehr als 1,2 Millionen Youtube-Views

Der Sender jedoch hält an "El Diablo" fest und verteidigt seine Wahl: Es gehe in dem Lied nicht etwa um die Huldigung des Teufels, sondern darum, dass eine Frau versuche, sich von einem schlechten, bösen Mann zu trennen.

Derweil freut sich Interpretin Elena Tsagrinou über die Publicity: Der Song wurde bereits mehr als 1,2 Millionen mal auf Youtube angeklickt.

Er wurde von Jimmy Thornfeld, Laurell Barker, Oxa und Thomas Stengaard komponiert.

Der ESC findet zwischen dem 18. und 22. Mai in Rotterdam statt.