Grenzpendler aus Polen fordern von Deutschland finanzielle Unterstützung bei den Kosten - neuerdings erforderlicher - Covid-Tests. Polizei löst unerlaubte Großversammlungen auf, Großbritannien mit Impfrekorden.
Murren bei Pendlern aus Polen: Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen wird das Land seit Sonntag von der Bundesregierung als Hochinzidenzgebiet eingestuft.
Wer nun nach Deutschland einreisen will, muss einen negativen Corona-Test vorlegen, maximal 48 Stunden alt. Stationäre Grenzkontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol sind zwar nicht geplant, aber es gibt Stichproben hinter der Grenze - Schleierfahndung.
Grenzpendler aus Polen fordern deshalb von Deutschland finanzielle Unterstützung bei den Kosten der Tests.
Bei mehr als 21.000 bestätigten neuen Fällen in den 24 Stunden ist das Land bis zum 9. April im vierten, erweiterten Lockdown.
Adam Niedzielski, Gesundheitsminister:
“Die Beschleunigung der Infektionen geht hauptsächlich auf die britische Mutation zurück. Man kann sagen, dass diese Mutation andere Arten des Virus verdrängt, ihr Anteil liegt schätzungsweise zwischen 60 und 80%. Dieses Virus ist extrem ansteckend, virulenter, leider.”
FRANKREICH
In der französischen Hafenstadt Marseille im Süden sind rund 6.500 Menschen zu einem nicht genehmigten Karnevalsumzug zusammengekommen. Nach Medienberichten („AFP“) trugen viele keine Schutzmasken. Die Polizei nannte die Veranstaltung “unverantwortlich”. Sie schritt in der Nähe des Alten Hafens im Zentrum ein, um die Veranstaltung aufzulösen.
In Frankreich sind 16 Regionen im Teil-Lockdown. Seit Beginn der Pandemie gab es landesweit 4,2 Millionen Infektionen.
Auch in Amsterdam und Kassel mussten Polizisten an Wochenende gegen tausende Corona-Protestler vorgehen.
SPANIEN
Und in Barcelona wurden rund tausend Menschen aus dem bei Touristen beliebten Stadtteil Born vertrieben. Die Gegend war mehr und mehr zu einem Treffpunkt für junge Leute geworden, wo man sich traf und zusammen trank, ohne Rücksicht auf Sicherheitsmaßnahmen.
ITALIEN
In Italien sind mehr als dreihunderttausend Impfdosen des Herstellers Moderna eingetroffen. Es ist die größte Charge, die das Land bisher erhalten hat.
Die Hälfte Italiens ist bereits in einem neuen Lockdown, die andere Hälfte teilweise. Sardinien ist die neueste orangefarbene Zone.
GROSSBRITANNIIEN
Wenn es ums Impfen geht, schaut Europa neidisch auf die britische Insel: Dort haben bereits die Hälfte aller Erwachsenen eine Spritze gegen Corona bekommen, fast 27 Millionen Menschen eine erste Dosis, gut zwei Millionen auch schon die zweite.
Neuer Tagesrekord: Allein am Samstag wurden mehr als 870 000 Menschen immunisiert.
su mit dpa