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Corona in Europa am 29.3.: Happy Monday in London, Sorgen in Ungarn

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Corona in Europa am 29.3.: Happy Monday in London, Sorgen in Ungarn
Copyright  Kirsty Wigglesworth/AP
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Nach Monaten der strengen Kontaktbeschränkungen endet der strenge Lockdown in England, viele Pandemie-Maßnahmen bleiben aber bestehen.

"Happy Monday" nennen einige diesen Montag, an dem offiziell der Lockdown in England endet. Nach Monaten der strengen Kontaktbeschränkungen können sich Familien und Freunde wieder treffen, Gruppen von bis zu sechs Personen sind im Freien erlaubt. Die Zahl der Neuinfektionen in England war zuletzt stark zurückgegangen.

Auch Sportanlagen unter freiem Himmel öffnen wieder, wie zum Beispiel Freibäder. Freizeitschwimmerin Berni Gamble freut sich: "Draußen zu sein, Sport zu treiben, das ist so gut für die geistige Gesundheit. Ich habe das sehr vermisst, schön, dass das wieder geht."

Viele Corona-Maßnahmen bleiben aber weiterhin bestehen. Premierminister Boris Johnson hat die Öffentlichkeit aufgefordert, vorsichtig zu bleiben. Anne Fairweather vom Hampstead Heath Management Committee sagt, das wäre im Moment die wichtigste Botschaft, die es gilt, an die Öffentlichkeit zu vermitten: "Ja, es gibt Lockerungen, aber wir müssen weiter Distanz halten."

Toskana, Kalabrien und Aostatal in der roten Hochrisikozone

In Italien hingegen werden die Einschränkungen verschärft. Drei weitere Regionen, nämlich die Toskana, Kalabrien und das Aostatal, sind jetzt in die rote Hochrisikozone hochgestuft. Damit ist etwa die Hälfte des Landes im Lockdown, für die anderen Regionen gelten unterschiedliche Beschränkungen.

In den roten Zonen dürfen die Menschen nur zur Arbeit oder aus "triftigen" Gründen und mit einer Selbstbescheinigung das Haus verlassen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind geschlossen, ebenso Restaurants und Bars sowie alle Schulen. Die italienische Regierung hat in Aussicht gestellt, dass nach Ostern die Schüler bis zur ersten Klasse der Mittelschule auch in den roten Zonen zum Unterricht zurückkehren können.

Lehrer:innen in Frankreich wollen nicht mehr vor Ort zu unterrichten

Epidemiologen empfehlen, die Schulen komplett zu schließen. Lehrkräfte im Norden von Paris weigern sich aus Angst vor einer Ansteckung, weiter zu unterrichten. Einer von ihnen ist der Geschichtslehrer Eric Finot: "Unter den Kollegen und Schülern gab es eine explosionsartige Zunahme von Ansteckungen. Die Zahlen stiegen immer weiter, deshalb haben wir uns am vergangenen Dienstag entschlossen, nicht mehr vor Ort zu unterrichten. Wir sind sehr besorgt, unter diesen Bedingungen zu arbeiten."

In Frankreich steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter an - um 25 Prozent innerhalb einer Woche. Mehr als 4.900 Covid-19-Patientinnen und Patienten müssen intensivmedizinisch betreut werden. Die Betten werden kanpp, besonders in Paris.

Ungarn verlängert Maßnahmen bis 8. April

Ungarn hat seine Pandemie-Maßnahmen bis zum 8. April verlängert. Die Ausgangssperre bleibt bestehen, Restaurants, kulturelle Einrichtungen, Geschäfte und Schulen sind geschlossen.

Derzeitige Grenzkontrollen entlang aller Schengen-Grenzen und die geltenden Einreisebeschränkungen werden ebenfalls bis zum 8. April beibehalten.

7.263 weitere Menschen haben sich binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert, obwohl fast 22 Prozent der Bevölkerung bereits mindestens ein Mal geimpft worden sind. 6,6 Prozent der Menschen in Ungarn haben bislang beide Impfdosen erhalten.