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WHO beklagt langsame Impfkampagnen in Europa

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Von Ronald Krams
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WHO beklagt langsame Impfkampagnen in Europa
Copyright  Vadim Ghirda / AP PHOTO
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Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt, dass die schleppenden Impfkampagnen die Corona-Pandemie in die Länge ziehen.

Die Bereitstellung der Impfstoffe sei inakzeptabel langsam, teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge in Kopenhagen mit und fordert, die Herstellung zu erhöhen und Hindernisse abzubauen, um die Immunisierung der europäischen Bevölkerung zu beschleunigen. Lediglich 4 Prozent sind in Europa vollständig geimpft.

Bis heute wurden in der Europäischen Region der WHO mehr als 152 Millionen Dosen injiziert, ein Viertel der weltweit verabreichten Dosen. Im Durchschnitt erhalten 0,31% der europäischen Bevölkerung täglich eine Dosis.

Das ist eine viel niedrigere Rate als die der Vereinigten Staaten. Erst 12 % der Bevölkerung haben in der EU eine erste Impfung erhalten. In Großbritannien sind es 46 Prozent, in Israel 61 Prozent.

Einige Länder haben Probleme, ihre Impfziele zu erreichen, weil es an Impfstoffen mangelt. Schweden hat sein Ziel aufgegeben, bis Juni allen Erwachsenen eine Impfung anzubieten. Die neue Prognose der Regierung sieht Mitte August vor.

Der Impfstoff von AstraZeneca steht immer noch in der Kritik. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich demonstrativ impfen lassen, Personen unter 60 Jahren sollen den Impfstoff von AstraZenica nicht mehr erhalten. In Deutschland soll die Impfung in Arztpraxen beginnen.

Dazu der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn:

"Trotz der Osterwoche haben 35.000 Arztpraxen Impfdosen für die kommende Woche angefordert. Insgesamt haben sie 1,4 Millionen Impfstoffdosen bestellt. In der kommenden Woche werden wir 940.000 Dosen ausliefern können".

Italien, das unter einer schleppenden Einführung des Impfstoffs leidet und erst kürzlich die Marke von 10 Millionen Impfungen landesweit überschritten hat, hat eine Lieferung von 500.000 Dosen des Moderna-Impfstoffs erhalten.

Die Impfung ist für alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen des Landes gesetzlich vorgeschrieben.