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Pilot überlebt über einen Monat im Amazonas-Regenwald

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Von Ronald Krams
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Antonio Sena
Antonio Sena   -   Copyright  AP Photo
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Der Brasilianer Antonio Sena ist mitten im Amazonasgebiet mit seiner Cessna abgestürzt. Über einen Monat dauerte sein Überlebenskampf im südamerikanischen Regenwald. Nach der Bruchlandung ging das Flugzeug in Flammen auf. Tage später erschienen Rettungsflugzeuge am Himmel, aber sie konnten ihn nicht sehen.

Nach der Einstellung der Suchaktion kamen Sena ernsthafte Zweifel:

"Ich war emotional am Boden zerstört. Es war das einzige Mal, dass ich dachte, dass ich da vielleicht nicht mehr rauskomme, dass ich dort sterben könnte".

Während des Absturzes konnte er einen Notruf senden, doch niemand fand ihn. Dann war er allein im Regenwald und machte sich auf den Weg durch den Dschungel. Die Sonne diente ihm als Orientierung, um stets in Richtung Osten zu laufen.

"Ich war noch nie in einem Waldgebiet, das so unberührt ist. Was ich dort entdeckt habe, ist, dass der Amazonas nicht nur ein Wald ist, sondern vier oder fünf Wälder in einem".

Sena arbeite als Pilot für eine der illegalen Goldminen, die den Wald abholzen und die Flüsse mit Quecksilber verschmutzen. Der Absturz hat sein Leben verändert. Er will nie wieder für Menschen arbeiten, die den Wald zerstören.

"Von einer Familie gefunden zu werden, die Paranüsse pflückt und mit andern in Harmonie im Wald lebt, das ist wunderschön. Man kann sehen, dass sie in einer Gemeinschaft leben, das war magisch für mich".

25 Kilo Gewicht hat der 36-Jährige verloren. Nachts campte er meist auf Bäumen, um den Jaguaren aus dem Weg zu gehen. Die Tortur im Regenwald hat ihn verändert und in Brasilen erneut eine Debatte um illegale Goldminen ausgelöst.