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Hoffnung in Budesonid gegen Covid: 90% schwerer Verläufe verhindert

Vor einem Krankenhaus in London im Februar 2021
Vor einem Krankenhaus in London im Februar 2021   -   Copyright  Matt Dunham/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Ein Team um Mona Bafadhel und Sanjay Ramakrishnan von der Universität Oxford hat in einer Studie herausgefunden, dass das handelsübliche Asthmaspray Budesonid schwere Verläufe von Covid-19 in sehr vielen Fällen verhindert. Deshalb gelten inhalative Glukokortikoide - also Kortison-Sprays - als Hoffnungsträger auf der Suche nach Medikamenten gegen Covid-19.

Der Ansatz der Forscherinnen und Forscher der Uni Oxford bestand darin, dass unter den Krankenhauspatienten mit Covid-19 Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma deutlich unterrepräsentiert waren. In der Fachzeitschrift THE LANCET sind die Ergebnisse der Studie veröffentlicht worden, die im Februar 2021 als Pre-Print erschienen war.

Die Häufigkeit von schweren Verläufen wurde durch die Inhalation von Budenosid zwei Mal pro Tag um 90 % gesenkt. Bei Covid-19 mit milden Symptomen litten die Patientinnen und Patienten weniger lang.

Für die Studie waren die Fälle von 146 Patientinnen und Patienten untersucht worden, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus unter leichten Symptomen wie Kopfschmerzen und Fieber litten. Bis zu sieben Tage nach ihrer Covid-19-Erkrankung wurde eine Gruppe mit dem Asthmaspray behandelt, die andere Gruppe nicht. In der mit Budesonid behandelten Gruppe musste nur ein Patient zur Notaufnahme der Klinik mit anschließender Behandlung im Krankenhaus - gegenüber 10 Patienten in der Kontrollgruppe.

Laut Ärzteblatt hatte es in China ähnliche Erkenntnisse gegeben.

Auf Twitter schreibt der Virologe Karl Lauterbach von einem "Game Changer". Das Asthmaspray könne auch von Hausärzten zur frühen Behandlung von Covid-19 verwendet werden.

Die Wirkung des Asthmasprays Budesonid und wie es am besten gegen Covid-19 eingesetzt werden kann, wird weiter erforscht. Die Zahl der in der Studie untersuchten Fälle ist zu klein, um allgemein gültige Aussagen zu machen.

Bisher stehen Ärztinnen und Ärzte bei schwer an Covid-19 erkrankten Patientinnen und Patienten vor riesigen Herausforderungen, weil es kaum wirksame Medikamente gibt.