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NATO-Rückzug aus Afghanistan: „Gemeinsam rein, gemeinsam raus“

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Von euronews
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Auch die Bundeswehr zieht sich aus Afghanistan zurück
Auch die Bundeswehr zieht sich aus Afghanistan zurück   -   Copyright  MICHAEL KAPPELER/AFP
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Die europäischen NATO-Länder schließen sich den Vereinigten Staaten an und werden ihre Truppen bis zum 11. September dieses Jahres aus Afghanistan abziehen.

Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer betonte: „Wir haben immer gesagt: Wir gehen gemeinsam rein, wir gehen gemeinsam raus."

Die NATO ist in Afghanistan mit einem rund 10 000-köpfigen Aufgebot vertreten. Die deutsche Bundeswehr stellt mit einer Truppenstärke von bis zu 1300 das zweitgrößte Kontingent nach den USA.

Der ehemalige stellvertretende NATO-Generalsekretär Jamie Shea erläutert: „Die Taliban können die afghanische Armee, die von der NATO und den Vereinigten Staaten umfassend ausgebildet wurde, zurzeit nicht besiegen. Das ist eine gute Nachricht. Doch sie können Anschläge auf Gerichts-, Presse- und Regierungspersonal verüben, um zu versuchen, die künftige afghanische Elite auseinanderzureißen, stellen also ganz bestimmt eine Gefahr dar. Andererseits war es nicht die Lösung, amerikanische Truppen und NATO-Truppen 20 Jahre nach dem 11. September endlos im Land zu behalten, um im Friedensprozess voranzukommen."

Der amtierende NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte im Februar in einem Telefongespräch mit dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani seine Sorge über die zuletzt zunehmende Gewalt in dem Land ausgedrückt. Seit Monatsbeginn sind bei Anschlägen mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen.