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England: Die Innenstädte erwachen - die Angst vor Corona bleibt

Von Euronews
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England: Die Innenstädte erwachen - die Angst vor Corona bleibt
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Das Londoner Vergnügungsviertel Soho erwacht wieder zum Leben. Am Montag sind in England Lockerungen in Kraft getreten. Die Menschen hier freuen sich auf geöffnete Cafés und Biergärten. Doch kommen die Lockerungen womöglich zu früh?

Ein Passant sagt, seine Großmutter sei an dem Virus gestorben. "Die Menschen halten sich hier in den Straßen jedoch sich an die Regeln. Wenn irgendjemand nervös sein sollte, dann bin ich das."

Verluste trotz Wiedereröffnung

"Das Ganze wird nicht verschwinden", sagt eine andere Frau. "Es ist immer noch in der Luft, kein Zweifel. Jeder sollte weiterhin vorsichtig sein. Ich habe selbst gesehen, dass sich manche sehr nahe gekommen sind und keine Masken getragen haben.

Einige Restaurants und Kneipen haben seit Weihnachten geschlossen. Doch die Wiedereröffnung kann die Verluste nicht ausgleichen. Lesley Lewis, Inhaberin der Kneipe "The French House" erklärt, dass das bei weitem nicht ausreiche. Doch es sei sehr schön, viele der Stammgäste wiederzusehen.

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Lesley Lewis, The French HouseEuronews

Nicht lebensnotwendige Geschäfte, wie beispielsweise Plattenläden, können jetzt wieder öffnen und Kunden bedienen. Doch dies ist nur ein erster Schritt.

Phil Barton, Inhaber von "Sister Ray Records", macht das deutlich: "Unser Geschäftsmodell basiert darauf, dass die Leute für Gigs und Shows nach London kommen, die sind jetzt nicht hier. Wir haben nur etwa 40% unseres Gesamtpublikums. Wir sind also immer noch weit unter dem, wo wir sein sollten - doch wir sind einfach glücklich, dass wir öffnen dürfen."

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Phil Barton, Sister Ray RecordsEuronews

Das Impfprogramm läuft weiter

Der Unterschied zum restlichen Europa ist enorm. Viele Länder machen zu, England öffnet. Möglich macht dies der vorhandene Impfstoff: In dieser Woche konnten alle Menschen ab 45 einen Online-Termin buchen.

Und der Aufforderung kommen alle nach. Mehr als 60% haben schon ihre erste Dosis bekommen. Sie stehen Schlange für ihre Impfungen - und für Tests. So wie etwa in London, wo Cluster der südafrikanischen Variante entdeckt wurden. Wie auch immer das Impfprogramm läuft, die Bedrohung durch Corona bleibt.

Ich habe von Menschen in Indien gelesen, die zweimal geimpft aber trotzdem krank wurden. In Großbritannien ist die jüngere Bevölkerung noch nicht geimpft worden, kann sich somit infizieren und ins Krankenhaus kommen.
Dr. Bharat Pankhania
Infektiologe an der Universität Exeter

In England geht eine ereignisreiche Woche zuende - hoffentlich nicht mit bösen Folgen.