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Sozialgipfel von Porto ist ein Anfang: Gerechtigkeit muss finanziert werden

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Von Filipa Soares  & Euronews
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Sozialgipfel von Porto ist ein Anfang: Gerechtigkeit muss finanziert werden
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Der "Sozialgipfel" in Porto brachte nicht nur EU-Staats- und Regierungschefs, Institutionen, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und Gewerkschaften ins Gespräch. der Gipfel führte zu unterzeichneten Vereinbarungen, was erleichtert aufgenommen wurde.

Piotr Sadowski von der Social Platform erklärte gegenüber Euronews: "Ich bin sehr froh über die Erklärung der Sozialpartner - für unsere Plattform, die hier die Zivilgesellschaft repräsentiert, und dann auch noch von Ursula von der Leyen, Charles Michel und David Sasoli unterzeichnet haben. Diese Vereinbarung, die den Staatschefs vorgelegt wird, ist das, was wir von dem Gipfel erwartet haben. Für heute bin ich zufrieden - und warte darauf, dass die Staatschefs der Erklärung ebenfalls zustimmen."

Gewerkschaftsvertreter Ludovic Voet von der "European Trade Union Conference" (ETUC) zeigte sich optimistisch:

"Es ist ein Anfang. Mit der Umsetzung hoffen wir wirklich, dass es eine europäische Richtlinie über einen angemessenen Mindestlohn geben wird. Also, dass jeder von seinem Lohn leben kann, dass wir Lohntransparenz bekommen, damit das geschlechtsspezifische Lohngefälle geschlossen wird und dass es eine Richtlinie gibt, die die Rechte der Arbeiter festschreibt. Wenn das in den nächsten Monaten und Jahren umgesetzt wird, ist das ein großer Fortschritt für Arbeitnehmer."

Die ehemalige portugiesische Arbeitsministerin Maria João Rodrigues vertritt das Europäische Parlament und war als Verhandlungsführerin an den Abkommen für die sozialen Rechte in Europa beteiligt. Die Umsetzung liegt nun bei den EU-Mitgliedsstaaten.

Maria João Rodrigues meint: "Hier entsteht eine starke Verpflichtung für die Umsetzung mit sehr konkreten Maßnahmen für die Menschen in Europa: für Kinder, Jugendliche, die Gleichstellung von Männern und Frauen. Und dann die Arbeitnehmer, egal in welchem Sektor, egal in welcher Region, sie müssen einen menschenwürdigen Arbeitsvertrag, soziale Absicherung und Zugang zu beruflicher Bildung haben."

Rodrigues betont aber auch, dass die Vereinbarungen konkrete Maßnahmen und finanzielle Mittel brauchen, um sie auch wirklich umsetzen zu können.