Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Explosion vor Schule in Kabul - Opferzahlen verdoppelt - Präsident Ghani beschuldigt Taliban

euronews_icons_loading
Explosion vor Schule in Kabul - Opferzahlen verdoppelt - Präsident Ghani beschuldigt Taliban
Copyright  Rahmat Gul/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

In Afghanistan haben offizielle Stellen nach Medienberichten 58 Opfer bei einer Explosion vor einer Schule in der Hauptstadt Kabul gezählt, Ärzte hätten offenbar Probleme, mindestens 150 Verletzte medizinisch zu versorgen.

Augenzeugen berichteten von Raketeneinschlägen in einer mehrheitlich von Schiiten bewohnten Gegend im Westen der Stadt. In anderen Berichten war von einer Autobombe die Rede.

Nach Angaben eines Krankenhauses (der Nichtregierungsorganisation Emergency) waren die Opfer fast alle Mädchen zwischen 12 und 20 Jahren.

Der Stadtteil, in dem sich der Anschlag ereignete und der vor allem von schiitischen Hasara bewohnt wird, war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz schwere Angriffe auf zivile Einrichtungen wie Bildungszentren oder etwa Sportclubs.

Viele reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich.

Der afghanische Präsident Ashraf Ghani verurteilte den Angriff und beschuldigte die Taliban als Urheber, obwohl sie das bestritten hatten.

Beweise liegen bisher nicht vor.

Der Angriff, der offenbar auf eine möglichst hohe Anzahl ziviler Opfern abzielte, verstärkt die Befürchtungen, dass die Gewalt in dem vom Krieg zerstörten Land eskalieren könnte, wenn die USA und die NATO fast 20 Jahre militärischen Engagements beenden.

su mit dpa