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"Meiner Familie zuliebe": Ungarische Teenager bekommen BioNTech/Pfizer

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"Meiner Familie zuliebe": Ungarische Teenager bekommen BioNTech/Pfizer
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Im Péterfy-Krankenhaus in Budapest sitzen die Teenager schon Schlange. Ende April hatte die ungarische Regierung angekündigt, der Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen nach den Abschlussprüfungen den Impfstoff vonBioNTech/Pfizer anzubieten.

Fast die Hälfte der Berechtigten macht Gebrauch von dem Angebot, dem die Eltern zustimmen müssen. Tamás ist 17 Jahre alt. Er will mit der Impfung seine Familie schützen und glaubt, dass dies der Weg zurück in ein normales Leben ist.

Der Euronews-Reporterin sagte Tamás: "Ich habe mich darauf gefreut, den Impfstoff zu bekommen. Als zum ersten Mal bekannt gegeben wurde, dass meine Altersgruppe geimpft werden würde, begann ich zu zögern, ob ich mich impfen lassen würde oder nicht. Aber ein paar Wochen vor dem offiziellen Beginn der Impfung wusste ich: Ja, ich werde mich impfen lassen."

"Meiner Familie zuliebe"

Auch Bence Csizmazia will das Virus nicht mit nach Hause bringen, deshalb hat er die Impfung beantragt. Viele seiner Familienmitglieder hängen noch immer in Warteschleifen fest: "Ich fahre wettbewerbsmäßig Rad und möchte mich meiner Familie und meinen Freunden zuliebe und auch mir selbst zuliebe nicht anstecken."

Pilotprojekte mit Jüngeren laufen schon

Das Virus sei jungen Menschen alles andere als egal, so der Virologe Miklós Rusvai. Selbst wenn man eine Covid-19 Erkrankung relativ gut übersteht, können Monate später noch Symptome auftauchen. Deshalb sei es laut Rusvai wichtig, dass sich auch jüngere Menschen impfen lassen: "Sechs- bis Elfjährige werden bereits in Pilotgruppen geimpft. Ich glaube, dass bis zum Herbst, wenn das nächste Schuljahr beginnt, alle schulpflichtigen Kinder geimpft in die Schule gehen können."

Euronews-Reporterin Olivia Harangozó kommentierte in Budapest: "In Ungarn stehen sechs Impfstoffe zur Verfügung: neben den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna auch die von AstraZeneca und Johnson & Johnson, Sinopharm aus China und Sputnik V aus Russland. Bisher haben bereits fast 4,5 Millionen Menschen die erste Dosis erhalten. Bis Mitte Juni können nach den Plänen der Regierung auch diejenigen geimpft werden, die nur westliche Impfstoffe akzeptieren."