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Acht Wochen vor Olympia - USA warnen vor Reisen nach Japan

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Von su  mit dpa
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Acht Wochen vor Olympia - USA warnen vor Reisen nach Japan
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Die USA haben eine Reisewarnung für Japan wegen des Anstiegs der Covid-19-Infektionen herausgegeben, bei erhöhter Wachsamkeit – gut acht Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio (23/07 – 08/08).

Die US-Olympia-Offiziellen sind jedoch zuversichtlich, dass ihre Athleten sicher an den Spielen teilnehmen können.

Der japanische Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato sagte, dass eine von den USA angekündigte “No Travel”-Empfehlung für Japan keine Auswirkungen auf amerikanische Athleten habe, die an den bevorstehenden Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio teilnehmen.

Katsunobu Kato, Chef-Kabinettssekretär Japans:

“Ich meine, dass jedes Land und jedes Olympische Komitee selbst entscheiden sollte, ob sie ihre Athleten zu den Olympischen und Paralympischen Spielen schicken, und ich weiß sehr gut, dass das US-Komitee für die Olympischen und Paralympischen Spiele gerade angekündigt hat, dass die Reisewarnung die an den Spielen teilnehmenden Athleten des Landes nicht beeinträchtigt.”

IMPFSCHUTZ FÜR SPORTLER AUS AMERIKA

Der Präsident der Panamerikanischen Sportorganisation (Panam Sports, vertritt 41 olympische Kommittees aus Nord- und Südamerika) macht sich Sorgen wegen der Gesundheit der Olympia-Athleten in Tokio und ermutigte sie, für eine einen COVID-19-Impfung nach Miami zu reisen.

Olympia-Athleten aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern wurden an diesem Montag in Miami geimpft – im Rahmen einer Vereinbarung zwischen Panam Sports, dem Konsulat von Mexiko und der Marsoni Foundation, die die Prävention von Migrantenkrankheiten zur Aufgabe hat.

Neven Ilic, Präsident der Panamerikanischen Sportorganisation:

“... wir wissen, dass es in einigen Ländern schwierig ist, an den Impfstoff zu kommen, und wir versuchen zu helfen. Wir meinen, sie sollten mit bestmöglichem Impfschutz nach Tokio fahren.”

COVID-WELLE, WENIGE GEIMPFT

Japan untersagt den meisten Reisenden bereits die Einreise.

Lange Zeit hatte das Land nur wenige Covid-Fälle. Doch aktuell bringt eine neue Infektions-Welle das Gesundheitssystem in einigen Städten an seine Grenzen.

Japan hat mehr als 700.000 Infektionen und 12.000 Covid-19-Todesfälle durch das Virus gemeldet.

Tokio, Osaka und weitere Regionen sind bis Ende Mai im Ausnahmezustand, er wird voraussichtlich verlängert.

Vor der Ausbreitung neuer Varianten haben viele Angst, da nur ein winziger Prozentsatz der Japaner – schätzungsweise 2 bis 4% - geimpft ist.

MILITÄR SOLL HELFEN

Japan erwägt die Mobilisierung von Militärärzten und Krankenschwestern seiner Selbstverteidigungsstreitkräfte bei den Olympischen Spielen in Tokio. Verteidigungsminister Nobuo Kishi sagte laut Medienberichten im Parlament, sein Haus habe eine entsprechende Anfrage der Organisatoren der Spiele erhalten. Das Militär hat in dieser Woche Impfzentren in Tokio und Osaka in Betrieb genommen, um zwei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele Japans extrem langsamen Impfprozess zu beschleunigen.

Nach Angaben der Olympia-Macher werden täglich bis zu 230 Ärzte sowie 310 Krankenschwestern bei den Spielen benötigt. Bislang seien rund 80 Prozent der erforderlichen Zahl an medizinischem Personal gesichert.

Japans Olympia-Organisatoren wie auch das IOC haben gerade erst
erneut die risikofreie Austragung der Sommerspiele zugesichert. Auch das IOC Japan bot zusätzliches medizinisches Personal an. «Es ist jetzt klarer als je zuvor, dass diese Spiele für alle Beteiligten und vor allem die japanische Bevölkerung sicher sein

werden», sagte IOC-Vizepräsident John Coates.

Er verwies wie IOC-Chef Thomas Bach darauf, dass über 80 Prozent der Bewohner des olympischen Dorfs zum Zeitpunkt der Spiele geimpft sein werden. Ausländischen Fans bleibt die Einreise verwehrt. Zudem wird die Zahl der akkreditierten Teilnehmer von Verbänden, Sponsoren und Medien reduziert. In Japan mehrten sich zuletzt die Rufe nach einer Absage der Sommerspiele.

su mit dpa