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Wahlsieger ist die CDU dank Superstar Haseloff - dreiste Reaktion der AfD

Wahlplakat mit Reiner Haseloff  in Sachsen-Anhalt
Wahlplakat mit Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt   -   Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Der Wahlsieger der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist der CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff. Einige nennen ihn am Wahlabend einen "Superstar".

In einer ersten Reaktion erklärt der Landesvater in der ARD, die Wählerinnen und Wähler hätten sich "aufgebäumt" - offenbar gegen die Umfragen. Seinen persönlichen Erfolg führt Haseloff auf seine Glaubwürdigkeit zurück. "Die Menschen kennen mich und wissen, wofür ich stehe." sagte der 66-Jährige, dem jetzt mehrere Koalitionsoptionen offenstehen, um eine neue Landesregierung zu bilden.

Reiner Haseloff ist Diplom-Physiker und seit 2011 Ministerpräsident. Der verheiratete Vater von zwei Söhnen ist gläubiger Katholik, der sich in der Kirche engagiert.

"Haseloffs Triumph" lautet die Schlagzeile der FAZ. Der SPIEGEL titelt "Anti-AfD-Triumph" - mit einem Foto des Ministerpräsidenten. "Gekämpft und gewonnen" schreibt die Süddeutsche zu Haseloff.

Die taz zeigt es in einem Bild und kommentiert "Haselhoff rettet die CDU".

Von vornherein hatte der Ministerpräsident jegliche Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.

Dreiste Reaktion von AfD-Chef Chrupalla

Allerdings erklärte der AfD-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl Tino Chrupalla in Berlin zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir könnten hier durchaus eine bürgerlich-konservative Regierung bilden. Die bürgerliche Mitte hat hier die AfD gewählt und das macht mich sehr stolz."

Der Journalist Andreas Petzolg schreibt auf Twitter, Chrupalla wantze sich an Haseloff ran.

Auch andere AfD-Vertreter sprachen davon, dass die bürgerliche Mitte gewonnen habe.

Allerdings sehen die meisten - auch im Ausland - die AfD anders und sind erleichtert darüber, dass die Rechtspopulisten schlechter abgeschnitten haben als zuvor in Sachsen-Anhalt.

Der Wahlforscher der ARD führt das gute CDU-Ergebnis auf eine überschätzte AfD zurück.

Nicht nur CDU-Chef Armin Laschet war im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt mit dem Ministerpräsidenten unterwegs.

Auf Twitter gibt es auch viele TV-Zuschauer, die feststellen, dass die ZDF-Journalistin noch am Wahlabend Mühe mit der Aussprache des Namens des Ministerpräsidenten hat.

Die Wahl in Sachsen-Anhalt war die letzte Landtagswahl vor der Bundestagswahl am 26. September.