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Italien, Frankreich, Niederlande: Protest gegen Pandemiebestimmungen

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Von euronews
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Kundgebung in Rom
Kundgebung in Rom   -   Copyright  FILIPPO MONTEFORTE/AFP or licensors
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Bei Kundgebungen gegen die Pandemiemaßnahmen in Frankreich ist es in Paris zu vereinzelten Gewaltausbrüchen gekommen. Neun Personen wurden festgenommen. Dem Innenministerium zufolge nahmen landesweit 161 000 Menschen an den Veranstaltungen teil.

Die Wut der Menschen richtet sich gegen das Vorhaben der Regierung, die Impf- und Testnachweispflicht im Alltag auszuweiten. Das soll nach dem Willen der Regierung ab August unter anderem beim Besuch von Gaststätten, bei Flug- und Fernreisen per Zug der Fall sein. Auch dass Bedienstete des Gesundheitswesens in Frankreich bis Mitte September eine Covid-Impfung nachweisen müssen, stößt vielen Menschen sauer auf.

„Dass wir unserer Bewegungsfreiheit beraubt werden, wenn wir keinen Impfpass vorzeigen können, finde ich empörend“, sagt ein Demonstrant.

Italien: „Der grüne Pass ist eine ungerechte Pflicht"

Auch in Italien regt sich Protest. Hier muss ab dem 6. August vor der Teilnahme an Veranstaltungen sowie beim Besuch von Sport-, Kultur- und anderen Freizeiteinrichtungen sowie Restaurants der sogenannte grüne Pass vorgezeigt werden. Auf diese Weise wird eine Impfung beziehungsweise das Vorliegen eines Testergebnisses überprüft. „Der grüne Pass ist eine ungerechte Pflicht. Die Freiheit kann man nicht einschränken, das widerspricht der Verfassung. Aber es gibt eine Verordnung, die einen dazu zwingt. Das Verfassungsgericht wird sich darum kümmern, es könnte das in den kommenden Monaten rückgängig machen“, sagt ein Mann.

Amsterdam: Protest in Grünanlage

In Amsterdam beteiligten sich Tausende an einer Kundgebung gegen die Pandemiebestimmungen. Aufgrund stark steigender Ansteckungszahlen wurde zuletzt verfügt, dass Nachtlokale vorerst wieder schließen müssen. Die deutschen Behörden stufen das Nachbarland ab Dienstag als Hochinzidenzgebiet ein.