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Waldbrände wüten weiter: Süd- und Südosteuropa im Ausnahmezustand

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Von Frank Weinert
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Ein Waldbrand, der am Samstag im Westen Griechenlands ausbrach, zwang Feuerwehr und Küstenwache zur Evakuierung von vier Dörfern und Menschen an einem Strand. Das Feuer war in einem Bergwald 30 Kilometer östlich von Patras, der drittgrößten Stadt Griechenlands, ausgebrochen. In den vergangenen 24 Stunden sind in Griechenland insgesamt 56 Waldbrände ausgebrochen, begünstigt durch eine Kombination aus trockenem Wetter, einer Hitzewelle und starkem Wind.

Auch in ganz Süditalien wüten weiterhin Waldbrände. Der Süden und Südosten Europas werden von einer der schlimmsten Hitzewellen seit Jahrzehnten heimgesucht. Sizilien ist mit am stärksten betroffen. Hier allein hat es in den vergangenen Stunden über 250 Einsätze der Feuerwehr gegeben. Die Einsatzkräfte bekämpften in der Nacht Brände sowohl in den Bergen als auch in Badeorten. In Catania mussten Dutzende von Menschen evakuiert werden. Am Flughafen der Stadt wurde der Flugverkehr vorübergehend eingestellt.

In der Nähe von Visegrad im Osten Bosnien-Herzegowinas droht ein Feuer den Ort Veliki Stolac zu vernichten. Der Brand konnte inzwischen unter Kontrolle gebracht werden. Besonders betroffen ist die seltene Pančić-Fichte. Sie wächst in oft unzugänglichen Gebieten.

Die Zahl der Todesopfer der Waldbrände in den türkischen Städten am Mittelmeer ist am Samstag auf sechs gestiegen, nachdem zwei Waldarbeiter getötet wurden. Präsident Erdogan besuchte die betroffenen Gebiete und besichtigte die Schäden von einem Hubschrauber aus. Er kündigte an, die türkische Regierung werde die Mietkosten für die vom Feuer betroffenen Menschen übernehmen und ihre Häuser wieder aufbauen.