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Nach Blech mit der Mannschaft: Julia Krasniewskis famoser Gold-Ritt

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Von Euronews mit dpa, AP
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Julia Krasniewski nach ihrem Ritt zu Gold in Tokio
Julia Krasniewski nach ihrem Ritt zu Gold in Tokio   -   Copyright  Carolyn Kaster/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Der Medaillen-Traum der deutschen Vielseitigkeitsmannschaft war in Tokio kaum geplatzt, da sprang Julia Krasniewski plötzlich in die Bresche. Als letzte Teilnehmerin im abschließenden Springen des Einzelwettbewerbs gestartet, blieb die Warendorferin fehlerfrei und schob sich noch auf Platz eins.

Ein mehr als versöhnlicher Abschluss, nachdem ihrem Teamkollegen Michael Jung in Tokio nach drei Goldmedaillen in Folge die erhoffte Krönung seiner Karriere verwehrt blieb.

Silber zum Auftakt der Bahnrad-Wettbewerbe

Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Izu fuhr nur China den deutschen Teamsprinterinnen Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich auf und davon. Ein Wimpernschlag von 0,085 Sekunden trennte die deutschen Bahnrad-Jungstars von Gold. Bronze ging an das russische Duo.

Hassan bald Langstrecken-Königin?

Sifan Hassan ist in Tokio auf dem besten Weg, ihren Traum vom Triple-Gold über die Langstrecken wahr zu machen. Die 28-jährige Niederländerin gewann souverän das 5000-Meter-Rennen vor der Kenianerin Hellen Obiri und Gudaf Tsegay aus Äthiopien. Hassan war knapp eine Runde vor dem Ziel gestürzt, rappelte sich wieder auf und legte einen rasanten Endspurt auf die Bahn.

Hassan peilt jetzt auch noch Gold über 1500 Meter (Freitag) und auf der 10000 Meter Distanz (Samstag) an. In ihrem Vorlauf über 1500 Meter war sie bereits einsame Spitze.

Kenias Absturz über 3000 Meter Hindernis

Für das abrupte Ende der jahrzehntelangen Dominanz Kenias über die 3000 Meter Hindernis sorgte Soufiane el Bakkali.

Der Marokkaner gewann nach einem famosen Endspurt vor dem Weltjahresbesten Lamecha Girma aus Äthiopien und dem Kenianer Benjamin Kigel. Für Marokko war es das erste Gold in Tokio.

Wenn sie teilnahmen, hatten kenianische Läufer in der Disziplin seit 1980 immer olympisches Gold geholt.

Kubaner gewinnt 4. Gold hintereinander

Mijain Lopez ist in Tokio zum erfolgreichsten Ringer der Olympia-Geschichte aufgestiegen. Der Kubaner holte in der Klasse bis 130 Kilo zum vierten Mal Gold.

Bei den Frauen unter 76 Kilogramm wuchs die Deutsche Aline Rotter-Focken über sich hinaus und gewann ebenfalls Gold. Für die Ringerin war es ein genialer Schlusspunkt ihrer Karriere.

Mit dem insgesamt sechsten Gold kletterte Deutschland im Medaillenspiegel vom elften auf den achten Rang. Unangefochten vorn bleiben die sportlichen Großmächte China und USA vor Japan und Australien.