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Trotz Inzidenz 400 auf Balearen: Sanchez spricht von Aufschwung auf Mallorca

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Von Euronews mit AFP, Efe
König Felipe empfängt Ministerpräsident Sanchez auf Mallorca
König Felipe empfängt Ministerpräsident Sanchez auf Mallorca   -   Copyright  JAIME REINA/AFP or licensors
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König Felipe und seine Familie verbringen - wie jedes Jahr - die Sommerferien im Marivent Palast in Palma de Mallorca. Dort hat der Monarch den spanischen Regierungschef Pedro Sanchez empfangen.

Der Ministerpräsident erklärte nach dem Treffen mit König Felipe, dass die spanische Regierung die Balearen, die von der Coronakrise hart getroffen sind, weiterhin unterstützen werden. Die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt auf Mallorca weiterhin über 350 und auf den Balearen - mit den Nachbarinseln Ibiza, Menorca und Formentera - bei 408. Deutschland hat ganz Spanien als Hochrisikogebiet eingestuft. 342 Covid-19-Patientinnen und -Patienten werden in Krankenhäusern auf den Balearen behandelt - weitere 66 müssen intensivmedizisch versorgt werden.

Großbritannien hat gerade die Regeln erleichtert und lässt jetzt zumindest vollständig gegen Covid-19 Geimpfte ohne Quarantäne einreisen.

Wegen der fünften Welle der Corona-Pandemie - in Spanien wurde im Januar 2021 eine vierte Welle verzeichnet - gelten auf den Balearen weiterhin starke Einschränkungen. Doch inzwischen sind mehr als 55 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner vollständig gegen Covid-19 geimpft.

Der spanische Regierungschef hofft auf sinkende Corona-Zahlen und auf eine baldige Erholung der Wirtschaft. Auf Twitter schrieb Pedro Sanchez: "Die großen Fortschritte, die unser Land im vergangenen Jahr gemacht hat, standen im Mittelpunkt meines Treffens mit König Felipe VI. in Marivent. Wir haben uns von einem Spanien des Widerstands zu einem Spanien des Aufschwungs entwickelt. Eine neue Ära bricht an, und die Regierung ist entschlossen, mit der Unterstützung aller das Beste daraus zu machen."

Weiteres Thema der Gespräche war Ex-König Juan Carlos, der sich seit einem Jahr in Abu Dhabi aufhält. Sánchez lobte die Bemühungen von Felipe VI., das Königshaus zu modernisieren und transparenter zu machen.

Die Frage, ob die Voraussetzungen für die Rückkehr von König Juan Carlos nach Spanien gegeben seien, wollte Sanchez nicht beantworten. Der emeritierte Monarch hat inzwischen mehr als 5 Millionen Euro an Steuernachzahlungen geleistet - offenbar in der Hoffnung, ein Gerichtsverfahren vermeiden zu können.

Doch die Monarchie ist in Spanien weiterhin umstritten. Auch auf Mallorca gab es Proteste gegen die königliche Familie anlässlich des Besuchs von Regierungschef Sanchez. Die Demonstrantinnen und Demonstranten forderten, dass der Marivent Palast an "seine rechtmäßigen Besitzer" nämlich die Bewohnerinnen und Bewohner von Mallorca zurückgegeben werde.