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Vulkan-Wein von Lanzarote - Exportschlager von den Kanarischen Inseln

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Von Euronews mit TVE
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Vulkan-Wein von Lanzarote - Exportschlager von den Kanarischen Inseln
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Dass karge Landschaften manchmal kostbare Früchte tragen, lässt ich am Beispiel der Kanareninsel Lanzarote besonders gut festmachen.

Nach einem Vulkanausbruch im 18. Jahrhundert in schwarz getaucht, genießt der unwirtlich wirkende Untergrund vor allem unter Winzern höchste Wertschätzung. Schließlich gibt es kaum einen besseren Feuchtigkeitsspeicher als Vulkanasche.

Víctor Díaz ist der Vorsitzende der Vereinigung des geschützten Gütesiegels "Vinos de Lanzarote": "Unsere Vorfahren haben nach fruchtbarem Boden gegraben und dort ihre Reben gepflanzt."

Lese in reiner Handarbeit: "Man muss hinab, man muss hinauf"

Natürlich etsteht unter diesen Bedingungen keine Massenware. Im laufenden Jahr rechnen die Winzer mit 1500 Tonnen Weintrauben. Sechzig Prozent davon entfallen auf die inseltypische Malvasia-Traube.

Deren Lese in den bis zu sechs Meter breiten und drei Meter tiefen Kuhlen sei nicht ganz ohne, berichtet Winzer Francisco García Reyes: "Man muss in das Loch hinabsteigen, und wieder hinaufsteigen, man muss hinab, man muss hinauf, alles zu Fuß, ohne irgendwelche Maschinen, und es ist ziemlich hart."

Ende Juli hat die Lese begonnen.

Wärme von oben, wohldosierte Feuchtigkeit von unten, kaum Regen, aber eine ständige Brise. Das Ergebnis sind mineralische Weine mit vielfältigem Bukett, aber auch oft limitierte Stückzahlen.

Größter Beliebtheit erfreut sich der weiße trockene Malvasia, mit einem Flaschenpreis ab 15 Euro.