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Migrantenkrise in Litauen: "Wir benutzen Belarus, müsste man sagen"

Eine Erstaufnahmeeinrichtung in Litauen unweit der Grenze zu Belarus
Eine Erstaufnahmeeinrichtung in Litauen unweit der Grenze zu Belarus Copyright Mindaugas Kulbis/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Euronews mit AP
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Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft hat für Mitte August eine Sondersitzung der Innenminister einberufen. Ganz oben auf der Agenda: Die Migrantenströme von Belarus nach Litauen.

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Die ohnehin angespannte Lage in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete aus Belarus hat sich in Litauen weiter verschärft.

Die überwiegend aus dem Irak stammenden Bewohnerinnen und Bewohner beklagen Überbelegung und eine Verschlechterung der Lebensbedingungen durch schwere Regenfälle.

Die litauische Regierung beschuldigt Belarus, die Migranten und Migrantinnen beim Grenzübertritt gezielt zu unterstützen, als Vergeltung für EU-Sanktionen.

Geflüchteter: "Wir benutzen Belarus"

Ein 22-jähriger Iraker sagte in einer Erstaufnahmeeinrichtung nahe der Grenze zu Belarus: "Belarus benutzt mich nicht. Mir ist Belarus egal, darum kümmere ich mich nicht. Es ist mein Leben. All diese Leute sind hier, um ihr Leben zu verbessern. Belarus nutzt uns nicht aus, es ist umgekehrt. Wir benutzen Belarus, müsste man sagen."

Allein im vergangenen Monat Juli sind nach offiziellen Angaben rund 2000 Geflüchtete illegal von Belarus nach Litauen eingereist. Im Vorjahr waren es insgesamt 81.

Wegen der weiter steigenden Migrantenzahlen organisiert die slowenische EU-Ratspräsidentschaft am 18. August eine Sondersitzung der EU-Innenminister.

Zur Begründung hieß es, die EU sei einer ernsten Sicherheitsbedrohung ausgesetzt. Ziel sei es nun, das Bewusstsein für die Lage zu schärfen und konzertierte Maßnahmen für die Sicherheit der Grenze zu ergreifen.

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