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Klimaforscher erwarten mehr Extreme

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Von Giorgia Orlandi
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Klimaforscher erwarten mehr Extreme
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Klimaänderungen in der Atmosphäre, den Ozeanen und Eisgebieten werden nicht nur immer stàrker, sie kommen mit Geschwindigkeiten, wie sie noch nie beobachtet wurden.

Gianmaria Sannino ist Experte für Klimamodelle bei der Nationalen italienischen Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ENEA.

Als Experte bin ich beeindruckt von der Intensität der jüngsten Extremereignisse und von den Rekorden, die Woche für Woche gebrochen werden. Wir Klimatologen sind beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der sich der Klimawandel entwickelt.

Was wir jetzt sehen, ist eine Vorwegnahme dessen, wie die Klimakrise am Ende des Jahrhunderts aussehen könnte. Dem Welt­kli­ma­be­richt zufolge haben wir noch 9 Jahre, um die Auswirkungen der Klimakrise zu begrenzen.

Zu den Risiken gehört, dass die Zahl dieser Hitzewellen zunimmt. Sie könnten intensiver werden: Sie könnten länger als eine Woche oder 10 Tage dauern...sie könnten im Mittelmeerraum sogar bis zu einem Monat oder länger dauern, und auch die Temperaturen könnten noch mehr steigen. Und all das wirkt sich natürlich auch auf den Meeresspiegel aus.
Gianmaria Sannino
Experte für Klimamodelle, ENEA.

Schnelle Veränderungen in Atmosphäre, Ozean, Land und Biosphäre sind schon sichtbar, der Kollaps des Golfstroms wird befürchtet. Auf Europa, auf die Welt kommen mehr und mehr Extreme zu, deren Folgen unübersehbar sind.

Viele Veränderungen im Klimasystem werden mit der ansteigenden globalen Erwärmung extremer. Der Weltklimarat fordert, die Treibhausgas-Emissionen sofort, schnell und drastisch zu reduzieren. Sonst wird die Ausnahme schneller als erwartet zum unumkehrbaren Normalzustand.