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Schutz für frühere afghanische Mitarbeiter - mehrere EU-Staaten setzen Abschiebungen aus

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Von Frank Weinert
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Schutz für frühere afghanische Mitarbeiter - mehrere EU-Staaten setzen Abschiebungen aus
Copyright  Liselotte Sabroe / Ritzau Scanpix / AFP

Das dänische Parlament hat beschlossen, 45 afghanische Staatsbürger, die für die dänische Regierung in Afghanistan gearbeitet haben, zu evakuieren und ihnen einen zweijährigen Aufenthalt anzubieten. Das gilt für Personen, die in der dänischen Botschaft in Kabul und als Dolmetscher für dänische Truppen gearbeitet haben. Dazu Jeppe Kofoed, Außenminister von Dänemark: "Dänemark ist seit zwei Jahrzehnten in Afghanistan präsent. Da haben wir eine Verantwortung für einheimische Mitarbeiter, die für Dänemark in Afghanistan arbeiten. Mit diesem Gesetz werden wir diese Verantwortung gemeinsam aufrechterhalten."

Wie andere westliche Staaten, einschließlich der USA, hat Dänemark kürzlich seine verbliebenen Truppen aus Afghanistan abgezogen. Dänemark hatte seine Botschaft in Kabul im Jahr 2006 eröffnet.

Unterdessen haben Deutschland, die Niederlande und Frankreich die Abschiebung abgelehnter afghanischer Asylbewerber ausgesetzt – aus Sicherheitsgründen. In Deutschland wären derzeit fast 30.000 Afghanen ausreisepflichtig.

Etwa 1.200 Afghanen wurden in diesem Jahr aus der EU abgeschoben, rund tausend erklärten sich freiwillig zur Ausreise bereit, aber 200 mussten zwangsweise abgeschoben werden, so EU-Beamte.