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Letzter Ausweg Usbekistan? Taliban bieten "Sicherheitsgarantie"

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Von Euronews mit AP, AFP
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Das Mausoleum Hakim at-Termizi, einer der heiligsten Orte in Usbekistan
Das Mausoleum Hakim at-Termizi, einer der heiligsten Orte in Usbekistan   -   Copyright  Agnieszka Pikulicka-Wilczewska/Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved

Das Nachbarland Usbekistan ist für Schutzsuchende aus Afghanistan eine der ersten Adressen, weil sich hier seit den 80er Jahren eine große afghanische Diaspora entwickelt hat.

Viele afghanische Unternehmer haben in Usbekistan Niederlassungen aufgebaut, vor allem in der Baubranche.

Zu ihnen gehört der afghanische Geschäftsmann Ahmad-Zikriya Khakhany: "Die Hälfte unserer Familie ist in Afghanistan, die andere Hälfte ist hier. Die Hälfte der Geschäfte wird hier abgewickelt, die andere Hälfte in Afghanistan. Wir müssen immer hin und her reisen, und das macht mir etwas Sorgen. Ich hoffe, dass die usbekischen Behörden und die Taliban zu einer Einigung kommen und die Grenzen öffnen werden."

Azizillo Khudoiberdi ist ein Geflüchteter aus Afghanistan: "Ich habe Angst vor den Taliban. Wenn wir zurückkommen, könnte man uns vorwerfen, dass wir absichtlich geflohen sind. Wir könnten gefoltert und geschlagen werden. Wir sind in Gefahr. Deshalb kann ich erst zurückkommen, wenn Frieden mit den Taliban herrscht."

Offiziell sprechen usbekische Behörden von Hunderten Geflüchteten aus Afghanistan.Sie werden meist in provisorische Unterkunftszentren gebracht. Diese könnten bald über Gebühr belastet werden, meint der politische Analyst Ravshan Ernazarov: "Es ist nicht auszuschließen, dass der Zustrom zunimmt und Tausende von Menschen kommen werden. Das ist sicherlich ein Problem für die zentralasiatischen Länder, weil die Menschen oft nicht einmal das Nötigste zum Leben haben."

Der usbekische Grenzschutz hat angekündigt, keine Menschen ohne Visum, Aufenthaltsgenehmigung oder Flugticket in Drittländer über die Grenze zu lassen. Das usbekische Außenministerium kündigte die Rückführung von 150 afghanischen Schutzsuchenden an, die von den Taliban "Sicherheitsgarantien" erhalten haben sollen.