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Uni Darmstadt: Mordermittlungen nach Giftanschlag

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Von Euronews mit dpa
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Gebäude der Technischen Unisersität Darmstadt -Symbolbild-
Gebäude der Technischen Unisersität Darmstadt -Symbolbild-   -   Copyright  - Pixabay -
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An der Technischen Universität Darmstadt haben sich mindestens sieben Mitarbeiter:innen mit Lebensmitteln vergiftet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines Giftanschlags.

Nachdem sich sieben Menschen an der TU Darmstadt mit Getränken vergiftet haben, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Hinweise zu möglichen Tätern oder eines Motiv gibt es noch nicht, teilte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann am Dienstag mit. Die Polizei habe eine Sonderkommission mit 40 Mitarbeitern eingerichtet.

Opfer sind Beschäftige der TU Darmstadt

Den Ofern - alle Beschäftigte der TU - geht es inzwischen besser. Sieben Menschen hatten sich auf dem TU-Campus an der Lichtwiese am Montagmittag teils schwere Vergiftungen zugezogen. Neben Unwohlsein gehörten auch Verfärbungen an Fingern und Füßen zu den Symptomen. Sechs Menschen wurden in Krankenhäusern behandelt, zwei Personen mit besonders schweren Vergiftungserscheinungen seinen in eine Klinik in Frankfurt gebracht worden.

Die Präsidentin der Hochschule, Tanja Brühl, teil mit, "Wir sind erschüttert angesichts der offensichtlichen Straftat, die sich an unserer Universität ereignet hat."

Substanz in Milch-Packungen und Wasserbehältern gefunden

Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Milch-Packungen und Wasserbehälter im Gebäude L201 auf dem Campus zwischen Freitag und Montag mit dem Stoff versetzt wurden. Besonders auffällig sei "der beißende Geruch der betroffenen Flüssigkeiten", hieß es.

Die Substanz sei den Ermittlern inzwischen bekannt. Weil es sich dabei um mutmaßliches Täterwissen handelt, nannte die Staatsanwaltschaft den Namen des Gifts nicht.

Bis zum frühen Morgen suchten Einsatzkräfte auf dem Gelände des Campus Lichtwiese nach weiteren kontaminierten Lebensmitteln. Gestern waren nach Angaben der Polizei mehrere Menschen mit Vergiftungserscheinungen wie Unwohlsein und Verfärbungen in Kliniken gebracht worden. Um welchen Stoff es sich handelt, soll eine Laboranalyse zeigen. Auch weitere Lebensmittel und Getränke, die auf dem Campus waren, werden untersucht.

Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Milch-Packungen und Wasserbehälter im Gebäude L201 auf dem Campus zwischen Freitag und Montag mit dem Stoff versetzt wurden. Besonders auffällig sei "der beißende Geruch der betroffenen Flüssigkeiten", hieß es.

Sechs Menschen, die zuvor in dem Gebäude etwas getrunken oder gegessen hatten, kamen gestern mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus. Der Gesundheitszustand eines 30 Jahre alten Studenten war zunächst kritisch, hieß es gestern am späten Abend.

Die Polizei und das Präsidium der TU raten, keine Lebensmittel und Getränke zu essen oder trinken, die im mutmaßlichen Tatzeitraum in Räumen des Campus Lichtwiese gelagert waren. Wer am Montag im Gebäude L201 etwas getrunken oder gegessen habe und sich unwohl fühle oder wessen Extremitäten nun bläuliche verfärbt seien, solle umgehend ärztliche Hilfe suchen. Im Fall von Verfärbungen solle man sich möglichst nicht bewegen und sofort den Notarzt anrufen.