Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Maas in Usbekistan: Evakuiert werden nur Afghanen mit Aufnahmezusage

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit dpa
euronews_icons_loading
Maas mit Amtskollegen in Tashkent
Maas mit Amtskollegen in Tashkent   -   Copyright  AP/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Die deutsche Regierung will über 40.000 weiteren Menschen aus Afghanistan bei der Ausreise helfen und diese in der Bundesrepublik aufnehmen. Wie Außenminister Heiko Maas bei einem Besuch im afghanischen Nachbarland Usbekistan mitteilte, solle über diese ausgewählte Personengruppe aber niemand mit Hilfe Deutschlands evakuiert werden. Ziel sei es, Szenen wie in den vergangenen zwei Wochen am Kabuler Flughafen zu vermeiden, so Maas.

Derzeit stehen 10.000 AfghanInnen auf den Ausreiselisten des Auswärtigen Amts. Dazu kommen deren Familienangehörige. Diesen Menschen soll die Ausreise auf dem Luft- und Landweg ermöglicht werden. Usbekistan spielt dabei als Zwischenstation eine zentrale Rolle. Über freies Geleit aus Afghanistan heraus werde derzeit mit den Taliban verhandelt, so Maas.

Die diplomatischen Gespräche um den künftigen Umgang mit den Taliban als Machthabern gingen aber noch weiter. Maas: "Es gibt, wie mir berichtet wurde, Bemühungen darüber, alle Nachbarstaaten Afghanistans an einen Tisch zu bekmmen, um nicht nur eine gemeinsame Sichweise, sondern auch einen gemeinsamen Plan zu entwicklen, wie mit der Situation umzugehen sein wird. Genauso gibt es Bemühungen, international alle wichtigen Player an einen Tisch zu bringen. Dabei wird es wichtig sein, auch Russland und China dabei zu haben."

Auf Maas' insgesamt viertägiger Reise stehen zudem Besuche in den afghanischen Nachbarländern Tadschikistan und Pakistan auf dem Programm. Zuletzt wird der Außenminister nach Katar reisen, wo derzeit der deutsche Afghanistan-Gesandte Markus Potzel Gespräche mit den Taliban führt. Am Sonntag sprach Maas in der Türkei mit Außenminister Mevlüt Cavusoglu über den künftigen Betrieb des Kabuler Flughafens.