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Korsika: Seegras retten vor ankernden Yachten

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Von su mit AFP
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Korsika: Seegras retten vor ankernden Yachten
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Eine Premiere für Frankreich: Korsika experimentiert seit Kurzem mit speziellen Bojen, die an Unterwasserbasen angebracht sind, um zu verhindern, dass Yachten über 24 Meter ihre Anker im Sand auswerfen und so die Neptungräser (Posidonia) schädigen. Die Wasserpflanzen sind für das mediterrane Ökosystem unerlässlich.

Line Babiol, Projektmanagerin für Hydraulische Infrastrukturen, BRL Ingénierie:

„Gewichte kommen auf den sandigen Meeresboden, und dann werden auf dem oberen Teil dieser Gewichte Bojen befestigt, die wir Kisten nennen. Und an diesen Bojen können die Boote direkt anlegen, ohne Anker werfen zu müssen, womit sie den Meeresbodens beschädigen, besonders die Posidonia."

POSIDONIA

Posidonia-Arten sind wie die anderen Seegräser die Grundlage für eigene Ökosysteme. Posidonia-Arten gedeihen in flachen temperierten bis subtropischen Meeresbereichen.

Thibault Lavernhe, Kapitän, Sprecher der korsischen Mittelmeerpräfektur:

"Die Schäden werden heute auf etwa 7.500 Hektar vermutet. Das macht einen erheblichen Teil der Fläche aus, die Neptungräser heute im Mittelmeer besiedeln. Dafür gibt es viele Ursachen. Aber die wichtigste ist heute das Ankern: Die Tatsache, dass ein Schiff seinen Anker auswirft, der dann da auf den Grund trifft, wo die Posidonia wachsen, hat eine verheerende Wirkung auf dieses Meerespflanzengras – auf dessen eigene Verankerung im Boden. Schlimm ist auch, wenn die Schiffe ihre Anker wieder lichten."

Mit der Installation der neuen Bojen zielen die lokalen Behörden vor allem auf Yachten ab, die regelmäßig in der Gegend vor Bonifacio vor Anker gehen, der südlichsten Stadt Korsikas, nur zwölf Kilometer von Sardinien entfernt.

su mit AFP