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Missbrauchskomplex Münster: Mehr als 7 Jahre Gefängnis für die Mutter

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Von Euronews mit dpa
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Polizisten vor einem Gartenhaus in Münster im Juni 2020
Polizisten vor einem Gartenhaus in Münster im Juni 2020   -   Copyright  INA FASSBENDER/AFP or licensors
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Die Mutter eines Opfers im Missbrauchskomplex Münster soll nach einem Urteil des Landgerichts wegen Beihilfe durch Unterlassung für sieben Jahre und neun Monate in Haft.

Nach Überzeugung der Richter wusste die Mutter, dass ihr damaliger Lebensgefährte ihren Sohn schwer sexuell missbrauchte. Sie habe die Vergewaltigungen aber nicht verhindert, hieß es in der Urteilsverkündung am Mittwoch in Münster.

Der Hauptverdächtige war im Juni bereits wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 29 Fällen zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt worden. Nach dem Ende der Haftstrafe muss der Mann wegen Wiederholungsgefahr in Sicherungsverwahrung.

Insgesamt waren fünf Verdächtige angeklagt: vier Männer und eine Frau - die heute zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilte Mutter.

Als Hauptverdächtiger galt der 28-jährige IT-Fachmann, der den inzwischen 11-jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin immer wieder selbst missbraucht, vergewaltigt und anderen Männern zugeführt haben soll.

Auch die mitangeklagten Männer bekamen allesamt lange Haftstrafen zwischen 10 und 14 Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung auferlegt. Das Gericht folgte damit weitestgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft.