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EU-Kommission: Mit "Toolbox" gegen die Energiekrise

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Von Euronews mit dpa
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EU-Kommission: Mit "Toolbox" gegen die Energiekrise
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Eine strategische Energiespeicherung und ein gemeinsamer Ankauf von Erdgasvorräten – so will die EU-Kommission auf die rasant steigenden Energiepreise in Europa reagieren.

Energiekommissarin Kadri Simson stellte eine sogenannte „Toolbox“ vor. Diese soll Werkzeuge beinhalten, die die EU-Länder anwenden können, ohne gegen die europäischen Wettbewerbsregeln zu verstoßen.

Unsere Antwort auf die Frage, was zu tun ist, ist eine doppelte: Erstens ist ganz klar Priorität, die europäischen Verbraucher zu schützen, vor allem die, die besonders gefährdet sind. Zweitens müssen wir unser Energiesystem besser vorbereiten und widerstandsfähiger machen, so dass wir zukünftig nicht mit solch einer ähnlichen Situation konfrontiert werden.
Kadri Simson
EU-Energiekommissarin

Unter anderem schlägt die Kommission Steuererleichterungen, Subventionen für kleine Unternehmen sowie direkte Zahlungen für einkommensschwache Haushalte vor.

Langfristig sollen auch Investitionen in Projekte für erneuerbare Energien angegangen werden. Ebenfalls will die Brüsseler Behörde eine Reform des Elektrizitätsmarktes prüfen.

Die Verbraucherorganisationen begrüßen die Initiativen. Energieexperte Dimitri Vergne vom Europäischena Verbraucherverband meint, dass es nun an den einzelnen Staaten liege, zu handeln. "Die nationalen Regierungen, einige haben bereits damit begonnen, müssen dieses Maßnahmenpaket nun umzusetzen und aus diesen tollen Empfehlungen tatsächlich einen wirkungsvollen Schutz für die Verbraucher basteln."

Die Europäische Union kündigte außerdem an, dass es eine Nulltoleranz gegenüber Spekulationen und Marktmanipulationen geben soll. Die mittelfristigen Maßnahmen der „Toolbox“ sollen bei einem EU-Gipfel Ende kommender Woche besprochen werden.