Großbritannien: 45.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Großbritannien: 45.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag
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Von Euronews mit dpa
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Die Corona-Neuinfektionen im Land sind so hoch wie seit drei Monaten nicht mehr. In England sollen nun mobile Impfkliniken für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren errichtet werden.

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In Großbritannien ist der höchste Anstieg von Corona-Neuinfektionen seit drei Monaten verzeichnet worden. Wie die Regierung in London mitteilte, habe es innerhalb eines Tages mehr als 45.000 Fälle gegeben. 57 Menschen seien an dem Virus gestorben.

Nach Schätzungen des Amts für Nationale Statistik war in England somit in der vergangenen Woche eine von 60 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

Um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, sollen in England mobile Impfstationen für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren eröffnet werden. Diese Altersgruppe verzeichnet weiterhin den höchsten Anteil an positiven Corona-Fällen im Land.

Russland: Geringes Vertrauen in Impfstoffe

In Russland meldeten die Behörden zuletzt rund 1000 Todesfälle innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zugleich gab es mehr als 33.000 Neuinfektionen. Nach den offiziellen Angaben waren am Samstag etwa 47,5 Millionen Menschen vollständig immunisiert. Das sind 32,5 Prozent der Bevölkerung.

Die Skepsis gegenüber den im eigenen Land entwickelten Impfstoffen ist groß. Russland verfügt bereits über fünf Vakzine. Westliche Mittel sind dagegen nicht zugelassen. Die russischen Behörden wollen nun über weitere Anreize die Bevölkerung zu einer Impfung bewegen. In der Millionen-Metropole Moskau sollen etwa Wohnungen verlost werden.

Größere Beschränkungen gibt es trotz hoher Infektionszahlen nicht. Der Kreml hatte zuletzt einen landesweiten Lockdown ausgeschlossen und auf die Verantwortung in den jeweiligen Regionen verwiesen.

Rumänien: Situation in Krankenhäusern dramatisch

In Rumänien lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei 496 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner. Zuletzt war keines der landesweit 1593 Betten auf Intensivstationen mehr frei, die für Corona-Patienten reserviert sind. Sogar in der Hauptstadt Bukarest warten Patienten oft tagelang in Krankenhaus-Korridoren auf freie Plätze in Intensivstationen und werden dort nur notdürftig versorgt, wie Medien berichteten.

Rumänien gehört EU-weit zu den Ländern mit der dramatischsten Corona-Lage. Im Land haben nur rund 35 Prozent den vollen Corona-Impfschutz. Kritiker werfen der Regierung vor, zu wenig für das Impfen geworben zu haben. Die Regierung wiederum macht aggressive Medienkampagnen der Impfgegner für den mangelnden Impfwillen verantwortlich.

Grüner Pass: Proteste und Streiks in Italien

Nach der Einführung des "Grünen Passes" in allen Bereichen der Arbeitswelt hat es in Italien Proteste und vereinzelte Streiks gegeben. Das von manchen Kritikern prophezeite Chaos blieb aber aus. In Genua und Triest bestreikten Hunderte Arbeiter die zwei wichtigsten Häfen des Landes.

Von den Morgenstunden an versuchten Demonstranten immer wieder, Teile der beiden Häfen zu blockieren. Der Verladebetrieb wurde dabei aber nicht entscheidend beeinträchtigt.

Rund 23 Millionen Beschäftigte müssen künftig das Corona-Zertifikat als Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines negativen Tests vorzeigen, um zu ihren Arbeitsplätzen in Büros, Fabriken, Geschäften oder Gaststätten zu gelangen. Eine derart umfassende Maßnahme zur Covid-Bekämpfung ist europaweit einzigartig.

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