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Bürgerkrieg in Äthiopien: TPLF rückt auf Addis Abeba vor

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Von Euronews  mit dpa, AFP
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Äthiopien
Äthiopien   -   Copyright  AFP

Während die äthiopische Regierung in der Hauptstadt mit einer Zeremonie an den Beginn der Militäroffensive gegen die Tigray-Befreiungsfront TPLF vor einem Jahr erinnert hat, rückt die TPLF und mit ihr verbündete Gruppen immer weiter auf Addis Abeba zu. Über das ganze Land wurde ein sechsmonatiger Ausnahmezustand verhängt. Jeffrey Feltman, der US-Sondergesandte für das Horn von Afrika, wird für zweitägige Krisengespräche mit der äthiopischen Regierung erwartet.

Der militärische Konflikt begann Anfang November 2020, als Ministerpräsident Abiy Ahmed anfing, die in der Tigray-Region an der Macht befindliche Volksbefreiungsfront (TPLF) zu verdrängen.

Der Ministerpräsident erklärte: "Für uns Äthiopier ist Konflikt nicht Neues. Viele Mächte haben versucht, uns zu unterdrücken, innere und äußere Mächte, sie haben immer versucht, uns zu teilen und uns zu zerstören. Jeder einzelne muss jetzt zum Soldaten für Äthiopien werden. Äthiopien wird nicht untergehen."

Seit Anfang August weitet sich der Konflikt auf die Nachbarregionen Afar und Amhara aus. Die Auseinandersetzungen haben zu einer schweren humanitären Krise im Norden des Landes geführt. Die Lage der Menschen ist verheerend, weil humanitäre Helfer kaum in die Region kommen.

Die TPLF dominierte Äthiopien mit seinen rund 115 Millionen Einwohnern gut 25 Jahre lang, bis Ministerpräsident Abiy Ahmed 2018 an die Macht kam. Führende Mitglieder des Militärs liefen zur TPLF über, wodurch die Rebellen sehr schnell große Erfolge erzielen konnten.