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Diplomat in Berlin tot aufgefunden: Russland spricht von "tragischem Unfall"

Der tote Mitarbeiter der russischen Botschaft wurde am 19. Oktober tot auf dem Gehweg aufgefunden.
Der tote Mitarbeiter der russischen Botschaft wurde am 19. Oktober tot auf dem Gehweg aufgefunden. Copyright Markus Schreiber/AP
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Von Alexandra Leistner
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Ein Mitarbeiter der russischen Botschaft ist in Berlin tot aufgefunden worden. Moskau spricht von einem "tragischen Unfall" und weist Spekulationen aus "westlichen Medien" von sich.

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In Berlin ist ein russischer Diplomat unter bisher ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Von dem Fall, der sich bereits im Oktober dieses Jahres ereignet hat, berichtete zuerst der Spiegel. Die russische Botschaft bestätigte daraufhin in einer Mitteilung den Tod des Mitarbeiters und sprach von einem "tragischen Unfall".

Nach Informationen des Spiegel handelt es sich bei dem Toten um einen Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienst FSB.

Sein lebloser Körper sei am 19. Oktober um 7.20 Uhr auf dem Gehweg vor der Botschaft in Berlin-Mitte von Sicherheitspersonal entdeckt worden. Versuche, den Mann zu reanimieren, seien erfolglos gewesen. Er sei aus einem der Fenster der Botschaft gestürzt heißt es. 

Der 35-Jährige soll nach Angaben des Spiegel mit einem hochrangigen FSB-Beamten des zweiten Diensts verwandt gewesen sein. Diese Abteilung wird demnach von deutschen Sicherheitsbehörden mit dem Tiergartenmord in Verbindung gebracht und soll einer Recherche internationaler Journalisten zufolge auch an dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny beteiligt gewesen sein.

Der Spiegel will zudem erfahren haben, dass Moskau einer Obduktion des Leichnams nicht zugestimmt habe. Die Genehmigung wäre notwendig gewesen, weil der Mann Diplomatenstatus besaß. Ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft zur Todesursache fand daraufhin auch nicht statt.

Die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin dementiert: "Wir halten Spekulationen, die angesichts dieses tragischen Ereignisses in einigen westlichen Medien erschienen sind, für absolut falsch."

Der Leichnam wurde nach Angaben der Botschaft "gemäß den geltenden Praktiken" nach Russland überführt. Dabei habe man mit den deutschen Behörden zusammengearbeitet.

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