Kein Platz auf Friedhof auf Sizilien: Särge öffnen sich, es riecht streng

Der Friedhof ohne freie Gräber liegt in Palermo
Der Friedhof ohne freie Gräber liegt in Palermo Copyright screengrab AP
Von Euronews mit AP
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Mehrere hundert Särge stapeln sich buchstäblich auf dem Friedhof Santa Mari dei Rotol auf Sizilien. Es gibt bereits Beschwerden über Geruchsentwicklung und sich öffnende Särge - vermutlich durch Gase.

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Auf dem Friedhof Santa Mari dei Rotol in der sizilianischen Stadt Palermo herrscht ein dramatischer Notstand. 800 Särge stapeln sich, weil es nicht nur an Gräbern, sondern auch an einem Krematorium mangelt. Es wurde vor einem Jahr außer Betrieb genommen.

Der geplante Neubau des Krematoriums kam wegen eines fehlenden Abfluss-Systems nicht zustande. Nicht kühlbare Zelte dienen seitdem als behelfsmäßige Leichenhallen.

"Wirklich deprimierend"

Friedhofsbesucher Giuseppe Catalano wartet auf die Beisetzung seines Schwagers, dessen Sarg dort gelagert ist: "Diese Leichen unter diesen schwierigen Bedingungen zu sehen, ist wirklich deprimierend. Sie sind Sonne, Regen und Wind ausgesetzt. Es ist eine unerträgliche Demütigung, vor allem für die Familien, die hierherkommen und ihre Liebsten nicht ehren können."

Stadtrat Igor Gelarda macht die Stadtverwaltung für den Missstand verantwortlich. Der sei es nicht gelungen, den Friedhof zu erweitern. Ferner sagte Gelarda: "Was ist die Lösung? Die Anlegung eines neuen Friedhofs, von dem seit 20 Jahren gesprochen wird, den wir aber aufgrund mangelnder Finanzierung und Planung nicht bauen können."

Mehrere Besucher klagten bereits über starke Geruchsentwicklung und sich öffnende Särge.

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