Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Ohne Masken und Abstand: Corona-Massenproteste in Prag

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit AP, AFP, dpa
euronews_icons_loading
Tausende Demonstrierende kamen auf dem Wenzelsplatz zusammen
Tausende Demonstrierende kamen auf dem Wenzelsplatz zusammen   -   Copyright  screengrab CZCT via EVN

Österreich atmet durch. Und das nicht nur auf dem Wiener Weihnachtsmarkt. Der allgemeine Lockdown ist nach drei Wochen fast überall im Land vorbei und die Maßnahme hat Wirkung gezeigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ging um zwei Drittel auf rund 370 zurück. Die Lage in den Kliniken hat sich leicht entspannt. Die strengen Einschränkungen bleiben allerdings für Ungeimpfte bestehen. Ausgenommen sind Sport, Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe.

In Oberösterreich wird der Lockdown erst am 17. Dezember beendet, in einigen Bundesländern öffnen Hotellerie und Restaurants im Laufe der nächsten Tage.

Trotz der zurückgewonnenen relativen Freiheit bleiben viele Bedenken. Auch eine Weihnachtsmarktbesucherin in Wien äußerte sich skeptisch: "Es ist eine schöne Tradition hier zu sein. Aber wenn wir schauen wie die Bettenbelegung auf den Intensivstationen derzeit ist, wäre es für mich auch in Ordnung gewesen zu sagen es gibt heuer keine Weihnachtsmärkte. Aber nachdem es sie gibt, sind wir froh, dass wir da sein können."

Proteste in Prag und Kiew

Im Zentrum von Prag kamen Tausende Menschen auf dem Wenzelsplatz zusammen, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren. Die Demonstrierenden standen dicht gedrängt und trugen keine Gesichtsmasken. Polizeiliche Aufforderungen zum Anlegen von Masken wurden mit ausgiebigen Buh-Rufen quittiert.

In Kiew versammelten sich zahlreiche Menschen zu einem Demonstrationszug. Sie protestierten damit gegen die Impfpflicht und Éinschränkungen für Ungeimpfte. Seit dem 1. Dezember sind Impfungen für den öffentlichen Dienst, medizinisches Personal, und Personal an Schulen obligatorisch.

Russland: 10 Mio. Infektionen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen hat in Russland die Zehn-Millionen-Marke (10016896) überschritten. Innerhalb von 24 Stunden wurden zuletzt knapp 30.000 Ansteckungen und 1132 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Viele Regionen in Russland verlangen jetzt einen Impf- oder Gensesungsnachweis auch im Alltag, etwa für den Zugang zur Gastronomie oder zu Einkaufszentren. Russland hat rund 144 Einwohnerinnen und Einwohner. Nur rund 41 Prozent der Bevölkerung sind geimpft. Im EU-Durchschnitt sind es 75 Prozent.