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Corona: verschärfte Maßnahmen – WHO warnt vor Omikron-Sturm

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Von Euronews  mit AFP, dpa
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WHO-Europa-Chef Hans Kluge
WHO-Europa-Chef Hans Kluge   -   Copyright  Zoltan Mathe/MTVA - Media Service Support and Asset Management Fund

Weihnachtliche Gemütlichkeit – die Omikron-Variante des Coronavirus verpasst ihr einen kräftigen Dämpfer. Nach anderen EU-Ländern verschärft auch Deutschland die Maßnahmen. Im Zentrum: Kontakte reduzieren, wie Bundeskanzler Olaf Scholz erklärt: "Auch für Genesene und vollständig Geimpfte werden gewisse Beschränkungen nötig. Private Zusammenkünfte sind auf maximal zehn Personen beschränkt. Das gilt natürlich insbesondere im Hinblick auf Silvester. Es ist derzeit nicht mehr die Zeit für Parties und Abende in geselliger Runde."

Maßnahmen bleiben hinter RKI-Forderungen zurück

Die Verschärfungen treten überwiegend nach Weihnachten in Kraft. Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen wie Fußballspiele sollen dann ohne Zuschauer stattfinden. Maßnahmen, die hinter den Forderungen des Robert Koch-Instituts zurückbleiben. Die Fachleute hatten insbesondere sofortige Maßnahmen zum Herunterfahren des öffentlichen Lebens gefordert. Am Dienstagabend sagte Gesundheitsminister Lauterbach, dass härtere Schritte bei schnell ansteigenden Fallzahlen nicht auszuschließen seien.

Vor der Omikron-Variante hatte auch die Weltgesundheitsorganisation mit eindringlichen Worten gewarnt. WHO-Europa-Chef Hans Kluge sagte, man sehen einen weiteren Sturm auf sich zukommen. "Innerhalb der kommenden Wochen wird Omikron in weiteren Ländern in Europa vorherrschend sein." Dies sei eine Gefahr für die bereits überlasteten Gesundheitssysteme.

England: Johnson sieht keinen Grund zum schnellen Handeln

Wie in Deutschland müssen zum Beispiel auch in Portugal Bars und Diskotheken schließen. In Katalonien soll es nächtliche Ausgangsbeschränkungen geben. England, wo Omikron bereits 60 Prozent der bestätigten Fälle ausmacht, sind noch keine strengeren Regeln geplant, wie Premierminister Boris Johnson erläuterte. "Wir glauben momentan nicht, dass es genügend Beweise gibt, um härtere Maßnahmen vor Weihnachten zu rechtfertigen", so Johnson. "Wenn sich die Lage verschlechtert, sind wir bereit, tätig zu werden. Das heißt, dass die Menschen ihre Pläne für Weihnachten umsetzen können." Besonders gemütlich wird es auf der Insel über Weihnachten wohl trotzdem nicht.