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Nach Ölpest in Mauritius: 20 Monate Haft für Kapitän und Offizier

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Von Euronews  mit AFP
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Nach Ölpest in Mauritius: 20 Monate Haft für Kapitän und Offizier
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Der Kapitän und der Erste Offizier des Frachters, der am 25. Juli 2020 vor Mauritius auf Grund lief und eine Ölpest verursachte, sind von einem Gericht in der Hauptstadt Port Louis zu 20 Monaten Haft verurteilt worden.

Der Anwalt des Kapitäns, Gavin Glover, bezeichnete den Urteilsspruch für seinen Mandanten als zu hart: "Mit der 20-monatigen Strafe könnten wir zufrieden sein, doch ich bin es ganz und gar nicht. Ich glaube auch, dass viele Anwälte, die sich mit Strafrecht befassen, nach diesem Urteil große Zweifel haben werden."

Der heutige Tag markiere eine Kehrtwende der Behörden, in Bezug auf Schuldsprüche, so der Anwalt. Er hoffe, dass der Oberste Gerichtshof "sehr bald Ordnung in die Sache bringen wird".

Der 300 Meter lange Massengutfrachter "Wakashio" war im Südosten des Inselstaates auf ein Korallenriff aufgelaufen. In Folge der Havarie traten mehr als 1.000 Tonnen Treibstoff aus. Das unter panamaischer Flagge fahrende Schiff war auf dem Weg von Singapur nach Brasilien

Der Kapitän gab zu, zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord gefeiert zu haben. Die Regierung bezeichnete die Ölpest als das schlimmste ökologische Desaster, das Mauritius je erlebt habe.