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Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Belgien - Kinos und Theater müssen schließen

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Von Ronald Krams  & Euronews
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Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Belgien
Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Belgien   -   Copyright  AP Photo

Tausende Belgier haben in Brüssel gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung im Kulturbereich protestiert. Nach Angaben der Organisatoren nahmen zwischen 10.000 und 15.000 Menschen an der Kundgebung teil.

Regierungschef Alexander De Croo befürchtet trotz sinkender Infektionszahlen eine neue Corona-Welle durch die Omikron-Variante. Kinos, Theater und Konzertsäle müssen schließen. Großveranstaltungen im Innenbereich sind verboten.

"Kultur gibt mir Freude und sie gibt mir Hoffnung. Jetzt wird uns in diesen verzweifelten Zeiten sogar das weggenommen. Ich bin wirklich traurig und verärgert, dass das immer noch passiert, deshalb bin ich hier".

Kultur ist die einzige Möglichkeit für Menschen, Erfahrungen zu machen und Geschichten zu erzählen
Michael de Kok
Flämisches Nationaltheater

"Kultur ist sehr wichtig, sie hilft immer. Sie ist eine wirtschaftliche Aktivität, aber wir brauchen sie auch für unsere geistige Gesundheit. Sie ist die einzige Möglichkeit für Menschen, Erfahrungen zu machen und Geschichten zu erzählen. Es ist von größter Bedeutung, dass wir in diesen komplizierten Zeiten dafür offen sind".

Vertreter von Theatern und der Staatsoper in Brüssel riefen die Regierung auf, die Schließung von Kultureinrichtungen zu überdenken. Mehrere Kinos und Theater haben angekündigt, dass sie sich nicht an die neuen Vorschriften halten werden. Sie sind der Ansicht, dass sie bereits hinreichend bewiesen haben, dass ihre Spielstätten für das Publikum sicher sind.

Für Kritik sorgt insbesondere die Regelung, dass Restaurants und Bars nach den neuen Bestimmungen geöffnet bleiben dürfen.