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7-Tage-Inzidenz sinkt auf 205 - aber Lauterbach muss Meldeverzögerungen einräumen

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Von Euronews mit dpa
Coronatest in der Innenstadt von München am 28.12.2021
Coronatest in der Innenstadt von München am 28.12.2021   -   Copyright  Peter Kneffel/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Dem Robert Koch-Institut sind Mittwochmorgen 40.043 Corona-Neuinfektionen von den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet worden. Am Mittwoch der Vorwoche waren es 45.659 Ansteckungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 215,6 am Dienstag auf jetzt 205,5. Die Zahl der Todesfälle bleibt mit 414 auf hohem Niveau. Vor einer Woche registrierte das RKI 510 Tote, die an oder mit Covid-19 gestorben sind.

Die zehn deutschen Landkreise, in denen das Infektionsgeschehen besonders dramatisch ist, liegen in Thüringen und Brandenburg. Den höchsten Wert verzeichnete an diesem Mittwoch erneut der Landkreis Ilm-Kreis mit einer 7-Tage-Inzidenz von 869,3.

Testausfälle und Meldeverzögerungen

Aöll diese Zahlen bilden aber derzeit nur ein unvollständiges Bild der tatsächlichen Infektionslage in Deutschland. Das stellte auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach fest. Der Bild Zeitung sagte Lauterbach, gerade der Fortschritt der Omikron-Variante sei "in den offiziellen Zahlen nicht zutreffend abgebildet wegen der Testausfälle und Meldeverzögerungen."

Meldeverzögerungen, die durch die Feiertage und die dadurch teilweise verzögerte oder unvollständige Weitergabe von Daten entstanden sind. Lauterbach arbeite nach Informationen der Bild gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut daran, sich ein vollständiges Bild von der Gesamtlage in Deutschland zu verschaffen.

Außerdem wolle Lauterbach die deutschen Gesundheitsämter veranlassen, die Kapazitäten für Coronatests und die Nachverfolgung von Kontakten Infizierter hochzufahren. Vor allem die Kontaktnachverfolgungen sind in vielen deutschen Bundesländern bereits vor Weihnachten praktisch zum Erliegen gekommen. Und die Testungen gingen über die Weihnachtsfeiertage deutlich zurück.

Am Dienstag hatte das RKI bekanntgegeben, dass mit 10.443 Fällen erstmals eine fünfstellige Zahl der Omikron-Variante in Deutschland festgestellt wurde. Die meisten Ansteckungen wurden in Nordrhein-Westfalen registriert, gefolgt von Bayern und Hamburg.