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Schweizer Sprinterin Sarah Atcho (26): Nach Booster-Impfung Perikarditis?

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Von Euronews  mit Instagram, Blick
Schweizer Sprinterin Sarah Atcho - ARCHIV
Schweizer Sprinterin Sarah Atcho - ARCHIV   -   Copyright  Petr David Josek/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.

Die Leichtathletin Sarah Atcho sorgt für Schlagzeilen, seit sie in einem Instagram-Post bekannt gemacht hat, dass sie seit ihrer Booster-Impfung kurz vor Weihnachten an Perikarditis, einer Entzündung des Herzbeutels, leidet. Ihr Training musste die Sprinterin, die sich derzeit im Trainingslager in Teneriffa aufhält, unterbrechen.

2019 war Atcho Schweizer Hallenmeisterin über ihre Parade-Disziplin, die 200 Meter.

Aber auch Sarah Atcho spricht sich nicht gegen Covid-19-Impfungen aus - und sie möchte keinesfalls zur Botschafterin für Impfgegner werden. Das Risiko an Herzproblemen zu erkranken ist nach einer Corona-Infektion wesentlich höher als nach einer Impfung. Zahlreiche prominente Sportler mussten länger als geplant pausieren, nachdem sie sich mit Covid-19 angesteckt hatten.

Im Interview mit Blick sagt die 26-Jährige aus Lausanne, dass es ihr insgesamt gut gehe, aber sie habe immer noch Herzklopfen und spüre einen Druck auf der Brust. Nachdem ihr mehrere Tage nach der Booster-Impfung beim Treppensteigen schwindlig geworden sei, habe sie mehrere Spezialisten um Rat gefragt, darunter den Arzt des Schweizer Verbands und den Herzchirurgen René Prêtre, der ein Verwandter ihrer Familie ist. 

Wirklich bestätigt, dass die Booster-Impfung die Perikarditis ausgelöst hat, hat offenbar kein Arzt.

Die Experten waren sich einig, dass Atcho einen Monat lang eine vollständige Pause einlegen sollte. Die Hallensaison ist für sie beendet.

Hier können Sie auf Deutsch nachlesen, was Sarah Atcho in ihrem Post auf Englisch geschrieben hat: 

"Wie Sie wissen, versuche ich natürlich, so transparent wie möglich zu sein, und das ist jetzt wichtiger denn je.

Am 22. Dezember erhielt ich meine Auffrischungsimpfung, weil ich mich zu Beginn der Saison nicht damit herumschlagen wollte. Mir wurde gesagt, dass es sicherer sei, Pfizer zu nehmen, um kardiale Nebenwirkungen zu vermeiden.

Am 27. Dezember spürte ich ein Engegefühl in der Brust und mir wurde schwindlig, als ich die Treppe hinaufging. Das passierte noch ein paar Mal, bis ich beschloss, einen Kardiologen aufzusuchen, der bei mir eine Perikarditis (Entzündung der dünnen Membran, die das Herz umgibt) diagnostizierte.

Ich darf nun einige Wochen lang meinen Herzschlag nicht erhöhen, damit sich mein Herz erholen und von der Entzündung heilen kann.

Ich tue immer noch alles, was ich mit meinem Trainer tun kann, um meine Muskeln in Bewegung zu halten, und er macht einen GROSSARTIGEN Job, danke @patsaile!

Ich muss zugeben, dass ich mich über die Situation aufrege, weil wir nicht genug über die Nebenwirkungen sprechen. Ich fühle mich hilflos, da ich keine Kontrolle darüber habe...

Ich bin froh, dass der Impfstoff dazu beigetragen hat, viele Todesfälle zu vermeiden und den Druck auf die Krankenhäuser und das Krankenhauspersonal zu verringern, aber ich bin frustriert, dass ich und andere junge und gesunde Menschen unter diesen schweren Nebenwirkungen leiden.

Ich hoffe, ihr versteht, warum es mir wichtig ist, euch darüber zu informieren, ich werde euch auf dem Laufenden halten ?.

Lasst es mich wissen, wenn ihr dasselbe erlebt, lasst uns einander helfen!"