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Schleichende Gefahr hinter der Pandemie: Über 1 Mio Tote durch Antibiotika-Resistenz

Schleichende Gefahr hinter der Pandemie: Über 1 Mio Tote durch Antibiotika-Resistenz
Copyright AP Photo/Mark Lennihan, File
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Von Euronews mit dpa
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Im Jahr 2019 waren weltweit 1,27 Millionen Todesfälle auf direkt auf einen Antibiotika-Resistenz zurückzuführen, indirekt sogar fast 5 Millionen. Die Studie wurde heute in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht.

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Es ist das stille Massensterben im Schatten der Corona-Pandemie: im Jahr 2019 sind mehr als 1,27 Millionen Menschen weltweit durch eine Infektion mit einem Antibiotika-resisten Erreger ums Leben gekommen. 

Das ist das Ergebnis einer Studie in 204 Ländern und Regionen, die von der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. Es sind mehr Todesfälle als durch HIV oder Malaria. An HIV/Aids starben 2020 geschätzt 680 000 Menschen, an Malaria 627 000. Der Schwerpunkt der Resistenz gegen Antibiotika wurde in Westafrika festgestellt.

Der Studie zufolge standen sogar 4,95 Millionen Todesfälle in Verbindung mit einer Antibiotika-resistenten bakteriellen Infektion, auch wenn die direkte Todesursache womöglich eine andere war.

Was dagegen unternommen werden kann, erläuterte Ramana Laxminarayan im Euronews-Interview. Der Professor für Epidemiologie arbeitet am "Center for Disease Dynamics, Economics & Policy" in Washington D.C.: _"_Infektionen können in erster Linie durch eine Kontrolle von Wasser verhindert werden. Der zweite Punkt ist der vernünftige Einsatz von Antivirenmitteln. 70 Prozent aller Antibiotika werden direkt in der Tiermast eingesetzt. Drittens: Wir müssen unbedingt neue Antibiotika entwickeln. Die Pipeline neuer Antibiotika ist sehr klein/eng, und wir dürfen nicht vergessen, dass die Bakterien bei der Verwendung von Antikörpern herausfinden werden, wie sie gegen diese resistent werden können."

Eine Antibiotikaresistenz wird angenommen, wenn Patientinnen und Patienten auf ein Antibiotikum nicht reagieren, wenn also die krankmachenden Bakterien durch das Antibiotikum - anders als erhofft - nicht vernichtet werden.

Weitere Quellen • The Lancet

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