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"Werden eine Spaltung nicht zulassen": Kiew feiert Tag der ukrainischen Einheit mit Menschenkette

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Von Euronews  mit AP,dpa
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"Werden eine Spaltung nicht zulassen": Kiew feiert Tag der ukrainischen Einheit mit Menschenkette
Copyright  Szerhij Dolzsenko/MTI/MTVA

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen bereiten die Lieferung von Panzerabwehr- und Flugabwehrraketen an die Ukraine vor. Ein Schritt, der von den USA begrüßt wird.

Die Verteidigungsminister der drei baltischen Staaten erklärten, dass sie angesichts der anhaltenden russischen Aggression in ihrem Engagement für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine geeint seien.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte die geplanten Waffenlieferungen an die Ukraine in der vergangenen Woche als "sehr gefährlich" bezeichnet. Derartige Aktionen würden nicht dazu beitragen, die angespannte Situation zu entschärfen.

London wirft Russland Einflussnahme vor

Unterdessen hat die britische Regierung Russland vorgeworfen, die ukrainische Regierung durch eine pro-russische Führung ersetzen zu wollen. Als Kandidat werde der ehemalige ukrainische Abgeordnete Jewgenij Murajew gehandelt, hieß es in einer Mitteilung des britischen Außenministeriums.

Moskau nannte den britischen Vorstoß eine "Desinformation". Man fordere Großbritannien auf, die "Provokationen und das Verbreiten von Unsinn" einzustellen. Die Unterstellung sei einmal mehr der Beweis dafür, "dass gerade die Nato-Länder, angeführt von den Angelsachsen, eine Verschärfung der Lage rund um die Ukraine betreiben", zitierte die russische Nachrichtenagentur Tass das russische Außenministerium.

"Werden eine Spaltung nicht zulassen"

Unterdessen haben rund 200 Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit einer Menschenkette den ukrainischen Tag der Einheit gefeiert. Victoria Illchenko war eine von ihnen. Sie sagte: Trotz aller Propaganda, trotz aller russischen Falschinformationen, trotz allen Drucks von Putin ist die Ukraine vereint."

Die junge Aktivistin Daria Demchuk-Marygyna sieht es ähnlich: "Sie haben schon in der Vergangenheit versucht, die Ukraine zu spalten. Wir haben daraus unsere Konsequenzen gezogen. Wir werden eine Spaltung nicht zulassen."

Die Kundgebung war auch ein Zeichen der Solidarität inmitten der andauernden Spannungen mit Russland. Die Stationierung von rund 100.000 Soldaten unweit der ukrainischen Grenze hatte zuletzt die Befürchtung geschürt, dass Moskau einen Einmarsch ins Nachbarland plane.