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Polizisten-Mord von Kusel: Dreyer macht klare Ansage an Polizei-Hasser

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Von Euronews  mit dpa
Polizeibeamte während einer Schweigeminute auf dem Marktplatz im rheinland-pfälzischen Lüneburg, 4. Februar 2022.
Polizeibeamte während einer Schweigeminute auf dem Marktplatz im rheinland-pfälzischen Lüneburg, 4. Februar 2022.   -   Copyright  Philipp Schulze/(c) Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

"Wir werden sie verfolgen und bestrafen!", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Freitag auf der nicht-öffentlichen Trauerfeier für die Anfang der Woche getöteten Polizisten. Diese scharfen Worte waren an diejenigen gerichtet, die den Tod der beiden Polizisten im Internet bejubeln.

"Wir erleben im Netz widerwärtige Dinge. Umso wichtiger, dass das Landeskriminalamt schnell gehandelt, eine eigene Taskforce eingerichtet hat. Sie wird nicht nur dafür sorgen, dass diese Dinge gelöscht werden", so Dreyer und fügte hinzu, dass man die Hetzer verfolgen und bestrafen werde.

Die Ministerpräsidentin gedachte gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz den beiden Opfern. Der 29 Jahre alter Oberkommissar Alexander Klos und seine 24 Jahre alte Kollegin Yasmin Bux, eine Polizeianwärterin, waren am frühen Montagmorgen nur wenige Kilometer von Kusel entfernt bei einer Verkehrskontrolle erschossen worden.

Unter dringendem Tatverdacht stehen zwei 32 und 38 Jahre alte Männer, die noch am selben Tag festgenommen wurden und nun in Untersuchungshaft sitzen.

Die nicht-öffentliche Trauerfeier hatte am Freitag um 10.00 Uhr in der Fritz-Wunderlich-Halle in Kusel begonnen. Erwartet wurden etwa 200 Gäste, darunter Angehörige und Kolleginnen und Kollegen der Opfer. 

Deutschlandweit wurde am Freitag um 10.00 Uhr auch mit einer Schweigeminute der beiden jungen Polizisten gedacht. 

In zahlreichen Kirchengemeinden in Deutschland läuteten am Freitag die Glocken in Gedenken an  Alexander K. und Yasmin B.