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Ein Zahn schreibt die Menschheitsgeschichte neu

Ausgrabungsarbeiten in der Mandrin-Höhle
Ausgrabungsarbeiten in der Mandrin-Höhle Copyright Ludovic Slimak/AP
Copyright Ludovic Slimak/AP
Von euronews
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Nach dem Fund geht die Forschung davon aus, dass der moderne Mensch rund 10 000 Jahre früher in Westeuropa angesiedelt war als bislang angenommen.

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Aufgrund eines Zahns muss die Menschheitsgeschichte zumindest in Teilen neugeschrieben werden. Gefunden wurde er in einer Höhle im Südosten Frankreichs. Er stammt aus einem altertümlichen Kindergebiss und gilt als Beleg dafür, dass der moderne Mensch deutlich früher in Westeuropa angesiedelt war als angenommen.

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Der britische Menschheitsforscher Chris Stringer erläutert: „Bis vor kurzem dachten wir, dass die Neandertaler und der moderne Mensch vor etwa 40 000 bis 45 000 Jahren gemeinsam in Europa vorkamen und die Neandertaler dann ausstarben. Nun gibt es einen neuen Fund aus der Mandrin-Höhle in Frankreich, der zeigt, dass der moderne Mensch dort vor etwa 54 000 Jahren vorkam, also viel früher als wir dachten. Das Interessante ist, dass die Neandertaler danach zurückkehrten. Es handelt sich also um ein frühes Auftreten des modernen Menschen, der dann anscheinend wieder verschwand."

Neben dem Zahn wurden auch Werkzeuge aus Stein gefunden, die offenbar von Neandertalern stammen. Bekannt ist, dass sich Neandertaler und der moderne Mensch paarten. Das geht aus genetischen Untersuchungen hervor.

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